AAR EDITION INTERNATIONAL
Hymnen der Dome
JOUR­NA­LIST: Herr Hübner, was kön­nen Sie uns zu Ih­ren „Hym­nen der Dome“ sa­gen?

PETER HÜBNER: Der Dom ist in der Ar­chi­tek­tur das, was das Mär­chen in der Phi­lo­so­phie ist – die kleins­te Ein­heit mit der größ­ten Viel­falt.
Das Ent­spre­chen­de in der Na­tur fin­den wir im ma­te­riel­len Be­reich beim Atom, bzw. im Mi­kro­kos­mos der Mu­sik beim Ton vor.

Die gro­ßen Dombau­meis­ter be­müh­ten sich beim Bau ih­rer Dome um die An­wen­dung der Har­mo­nie­ge­set­ze des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik – bzw. der Har­mo­nie­ge­set­ze des Schöp­fers oder des Kos­mos oder der Na­tur – in der Ar­chi­tek­tur.

Es be­stand für die­se ge­ni­a­len Bau­meis­ter kein Zwei­fel, daß ei­ne Har­mo­nie mit dem Schöp­fer auch die Be­ach­tung bzw. An­wen­dung sei­ner Har­mo­nie­ge­set­ze in al­len Le­bens­be­rei­chen mit ein­schließt – al­so auch in ih­rem ei­ge­nen Tä­tig­keits­be­reich: in der Ar­chi­tek­tur.

Die gro­ßen Dombau­meis­ter bzw. ih­re Auf­trag­ge­ber woll­ten den ein­zel­nen Gläu­bi­gen in sei­ner Hin­wen­dung zu Gott durch die Ver­ge­gen­wär­tigung der Har­mo­nie­ge­set­ze des Schöp­fers un­ter­stüt­zen.
Das Glei­che sol­len auch die „Hym­nen der Dome“, die nach die­sen Har­mo­nie­ge­set­zen des Schöp­fers ge­schaf­fen sind.

Das ur­sprüng­li­che Sy­no­nym für „Dom“ ist die „in­di­vi­du­el­le mensch­li­che See­le“.
„Ich glau­be nicht, daß Gott sich ei­nem Men­schen stär­ker of­fen­bart als dem an­de­ren. Mei­ner Mei­nung nach ste­hen wir bei der Ge­burt al­le in der glei­chen Be­zie­hung zu die­ser Kraft. Vie­les wirkt uns je­doch ent­ge­gen – Ver­er­bung, Um­ge­bung, Ge­le­gen­heit, frü­he­re Ein­flüs­se usw. Ei­ne atheis­ti­sche Er­zie­hung zum Bei­spiel ist ver­häng­nis­voll. Kein Atheist hat je­mals et­was von blei­ben­dem Wert ge­schaf­fen.“
Wagner



„Nach ewigen, ehernen, großen Gesetzen müssen wir all‘ unseres Daseins Kreise vollenden.”
Goethe



„Ich ken­ne ei­ni­ge jun­ge, atheis­ti­sche Kom­po­nis­ten.
Ich ha­be ih­re Par­ti­tu­ren ge­le­sen und ver­si­che­re dir, Joseph, daß sie sehr bald der Ver­gan­gen­heit an­heim­fal­len, weil es ih­nen gänz­lich an In­spi­ra­tion fehlt. Ih­re Ar­bei­ten stel­len ei­ne rei­ne Ge­hirn­leis­tung dar. Der gro­ße Na­za­re­ner kann­te die­ses Ge­setz auch, und in Jo­han­nes 15,4 ver­kün­de­te er: ‚Gleich­wie die Rebe kann kei­ne Frucht brin­gen von ihr sel­ber, sie blei­be denn am Wein­stock.‘ Kein Atheist wird je ein gro­ßer Kom­po­nist sein.

Je­sus be­ant­wor­tet die­se Fra­ge un­zwei­deu­tig in Matthäus 7,13: ‚Die Pfor­te ist weit, und der Weg ist breit, der zur Ver­damm­nis ab­führt; und ih­rer sind vie­le, die dar­auf wan­deln.‘

Wie ich die Theo­lo­gie auf­fas­se, ist sie Men­schen­werk, wäh­rend die Re­li­gi­on Got­tes­werk ist.“
Brahms

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  Hymnen der Dome - 1. Liederkreis1. LIEDERKREIS

  Hymnen der Dome - 2. Liederkreis2. LIEDERKREIS

 

Hymnen der Dome - 3. Liederkreis3. LIEDERKREIS

 

Hymnen der Dome - 4. Liederkreis4. LIEDERKREIS

 

PETER HÜBNER
HYMNEN DER DOME

Soloisten, Chöre, Großes Philharmonisches Orchester

Label: spiritual
Gesamtspielzeit: 18h 33’20”


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