Aus dem eigenen Beschreiten des musikalischen Erkenntnisweges ergibt sich für den Hörer die persönliche Erfahrung richtigen Handelns.
Wenn er nämlich vom musikalischen Tonraum aus die Höhen der musikalischen Wahrheit erreicht und im absoluten Musikfeld der Harmonie angelangt ist, macht er dort die persönliche Erfahrung des Nichthandelns; denn im Felde der Harmonie erkennt der Hörer die Musik plötzlich als selbstschöpferisch als in sich selbst fließend, als in sich selbst handelnd.
Und wenn der Musikhörer aus dem Zustand seiner Selbstbewußtheit heraus schließlich ganz natürlich und völlig anstrengungslos selbst schöpferisch wird, da macht er die Erfahrung der Einheit von Nichthandeln und Handeln indem er einerseits im Felde der Harmonie verweilt, also persönlich im Zustand der reinen Selbsterkenntnis verbleibt, andererseits jedoch schöpferisch schreitend den Weg in seine selbstgeschaffene musikalische Welt antritt und verjüngend in ihr wirkt.
