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Anfänge der Musikgeschichte
Verlust des Mikrokosmos
der Musik

 



Schaffung des
Makrokosmos
der Musik

 



Tonale
Entwicklung
der letzten Jahrtausende


 

Die Oktave

 

 


Quintparallelen

 

 




Von der Quarte
bis zur kleinen Terz

 

 

 

 

 



Die Intervalldominanzen
zwischen Klassik und
Romantik

In den Anfängen unserer bekannten Musikgeschichte wurde einstimmig gesungen und gespielt.

Dann ging mit dem Verlust des geistigen Differenzierungs vermögens innerhalb des Tons der Mikrokosmos der Musik verloren.

Was übrigblieb, war der undifferenzierte, indifferente Ton.

Sodann versuchte man, auf diesen einen Ton im Makrokosmos der Musik die Töne des Oberwellenspektrums als weitere, äußere Begleittöne nacheinander aufzubauen, und dieser künstliche Aufbau beeinflußte als der unbewußte äußere Ersatz für den inneren Verlust des Tons die gesamte musikgeschichtliche Entwicklung, soweit wir sie kennen.

Historisch überblicken wir deshalb in den letzten Jahrtausenden folgende tonale Entwicklung: Mit dem Anwachsen eines äußeren Differenzierungsbedürfnisses im Makrokosmos der Musik strebte man von der Einstimmigkeit ausgehend die Mehrstimmigkeit an.

Deshalb erweiterte man die „Eintönigkeit“ erst einmal zur „Zweitönigkeit“, und bei diesem angeblichen Fortschritt baute man in einer langen Entwicklung – in Ermangelung der inneren Strukturgestaltung des naturgegebenen Oberwellenspektrums – als Ersatz äußere Mehrstimmigkeit auf.

So sang und musizierte man zunächst zweistimmig in der Oktave. Die Oktave ist der Abstand vom Grundton zum ersten Oberton.

Hier läßt sich beim Singen und Spielen in den Oktaven auf ein differenzierendes Hörvermögen zwischen dem Grundton und dem ersten Oberton schließen. Nach Pythagoras steht die Oktave im Verhältnis 1:2.

Später – verbunden mit großen Aufregungen in der Musikfachwelt – sang und spielte man ganz „zeitgemäß“ modern in Quintparallelen. Die Quinte ist der Abstand vom ersten zum zweiten Oberton.

Hier läßt sich beim Singen und Spielen in Quinten auf ein differenzierendes Hörvermögen zwischen dem ersten und dem zweiten Oberton schließen. Die Quinte steht nach Pythagoras im Verhältnis 2:3.

Sodann sang und spielte man ganz „zeitgemäß modern“ im Abstand der Quarte, dem Abstand zwischen zweitem und drittem Oberton.

Hier läßt sich bei den in Quarten Singenden und Spielenden auf ein Differenzierungsvermögen zwischen dem zweiten und dritten Oberton schließen. Die Quarte steht nach Pythagoras im Verhältnis 3:4.

Viel später – und verbunden mit großen Revolten in der Musikfachwelt – musizierte man im Abstand der großen Terz, dem Abstand vom dritten zum vierten Oberton.

Hier läßt sich bei den in Terzen Singenden und Spielenden auf ein Differenzierungsvermögen zwischen dem dritten und vierten Oberton schließen. Die große Terz steht nach Pythagoras im Verhältnis 4:5.

Danach musizierte man im Abstand der kleinen Terz, dem Abstand des vierten und fünften beziehungsweise des fünften und sechsten Obertons.

Hier läßt sich bei den in kleinen Terzen Singenden und Spielenden auf ein Differenzierungsvermögen zwischen dem vierten und fünften Oberton (und dem 6. Oberton) schließen. Die kleine Terz steht nach Pythagoras im Verhältnis 5:6 beziehungsweise 6:7.

Etwa zu Bachs Zeiten wurden die Terzen fest etabliert, und bis in die Spätzeit der Romantik waren sie die bevorzugten Intervalle.

Nur der Tatsache, daß Oktave, Quinte und Quarte als domi- nierende Intervalle in der Naturtonreihe der Blechblasinstru mente auf diesen so leicht und natürlich zu spielen sind, ist es zu verdanken, daß uns auch diese großen Intervalle über die Beethovensche Musik bis hin zur Musik Wagners so lebendig erhalten blieben.

 

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