AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 7
 
Musikalische Einsicht
in die Kultur der Völker


 
 
Die Mu­sik ver­schie­de­ner Völ­ker er­scheint un­ter die­ser Ein­sicht nicht mehr als ein Ne­ben­ein­an­der ganz ver­schie­de­ner Kul­tu­ren, son­dern als Aus­druck un­ter­schied­li­cher Fein­heits­er­kennt­nis des na­tür­li­chen Ober­wel­len­spek­trums, und dar­aus re­sul­tiert dann auch in den ein­zel­nen Kul­tu­ren ei­ne un­ter­schied­li­che Dar­stel­lungs­wei­se des mu­si­ka­li­schen Ton­raums.

 
Rückschlüsse aus der Erkenntnis und Darstellungsweise des musikalischen Tonraums
 
Des­halb zeigt sich in der Mu­sik un­ter­schied­li­cher Kul­tu­ren mit ver­schie­de­ner kul­tu­rel­ler Hö­he oder Tie­fe ein un­ter­schied­lich er­kann­ter und dann auch in der Mu­sik ver­schie­den aus­ge­drück­ter Ord­nungs­grad der all­ge­mein­mensch­li­chen Evo­lu­ti­on.

 
Musikalischer Ordnungsgrad und allgemein menschliche Evolution
 
Hier­aus läßt sich fol­gern, daß die Mu­sik un­ter­schied­li­cher Völ­ker oder des­sel­ben Vol­kes zu ver­schie­de­nen Zei­ten oder an ver­schie­de­nen Or­ten nicht des­halb un­ter­schied­lich ist, weil et­wa ein ima­gi­nä­rer Un­ter­schied der Kul­tu­ren be­steht, son­dern weil in die­sen Fäl­len un­ter­schied­li­che mensch­li­che Ent­wick­lungs­stu­fen er­reicht und in der Mu­sik aus­ge­drückt sind.

 
 
Aus die­ser mu­sik­theo­re­ti­schen Ana­ly­se folgt wei­ter: Es gibt – so­weit die Mu­sik­ord­nung be­trach­tet ist – gar kei­ne wirk­lich ver­schie­de­nen Kul­tu­ren.
Es gibt nur mehr oder we­ni­ger um­fas­sen­de mensch­li­che Ent­wick­lungs­stu­fen, die sich in un­ter­schied­li­chen Gra­den mu­si­ka­li­scher Ord­nung aus­drü­cken.

 
Musikordnung und Kulturordnung