AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 18
 
Motivation und Verantwortung
des Musikers


 
 
Die in­te­grier­te Viel­falt der Se­quen­zen, Me­lo­dien und Mo­ti­ve be­lebt im Hö­rer die Welt sei­nes in­ne­ren Er­ken­nens und er­weckt in ihm das na­tür­li­che Be­wußt­sein sei­ner ei­ge­nen in­ne­ren Macht: das tie­fe Ge­fühl sei­ner frei­en Herr­schaft über sein ei­ge­nes in­ne­res Glücks­po­ten­tial.

 
Der Machtbereich musikalischen Kräftefelder
 
Will der Mu­si­ker in der mu­si­ka­li­schen Ge­stal­tung des Ton­raums die­se in­ne­re le­ben­di­ge Welt äu­ßer­lich dar­stel­len, so stößt er erst ein­mal auf Schwie­rig­kei­ten, da sich ein In­ne­res nicht so ein­fach auf ein Äu­ße­res über­tra­gen läßt; es be­darf gro­ßer Idea­le und der Er­kennt­nis ei­ner tie­fen Ver­pflich­tung ge­gen­über dem Men­schen, die­se Auf­ga­be der um­fas­sen­den Wert­ge­stal­tung – der In­ter­pre­ta­tion – zu meis­tern.

 
Die innere Dimension der Interpretation
 
Lie­be zur Mu­sik ist haupt­säch­lich ei­ne Fä­hig­keit des Hö­rers. Beim In­ter­pre­ten – beim Mu­sik­fach­mann – muß die Lie­be zum Men­schen vor­herr­schen, will er durch Mu­sik in der Welt Gu­tes wir­ken.

 
Die Gesinnungsprüfung des Interpreten
 
Und wenn der Mu­si­ker die­se Be­din­gung er­füllt, dann wird er die not­wen­di­ge Grund­ein­stell­ung ha­ben, um un­be­irr­bar den ar­beits­rei­chen Pro­zeß wahr­haf­ti­ger Mu­sik­über­mitt­lung zu durch­lau­fen, und er wird er­füllt dar­aus her­vor­ge­hen.

 
 
In der kon­ven­tio­nel­len Kom­po­si­ti­ons­tech­nik schien im­mer das Mo­tiv oder die Me­lo­die das ers­te, was dem Kom­po­nis­ten beim in­ne­ren Hö­ren auf­fiel.

 
Analyse des herkömmlichen Komponierens
 
Um das Mo­tiv oder die Me­lo­die he­rum bil­de­te er – so glaub­te man – die Se­quenz und be­stimm­te dann die Har­mo­nik.