AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 36
 
Die Physiologie der Musik


 
 
Die Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik hat zwei As­pek­te, ei­nen ob­jek­ti­ven und ei­nen sub­jek­ti­ven.

 
 
Der ob­jek­ti­ve As­pekt der Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik be­trifft den ge­sam­ten Be­reich des mu­si­ka­li­schen Ton­raums – so­weit er nicht un­mit­tel­bar das Feld der Kre­a­ti­vi­tät be­deu­tet.

 
Der objektive Bereich der Musikphysiologie
 
Zum ob­jek­ti­ven Be­reich der Mu­sik­phy­si­o­lo­gie zählt das Wis­sen über den Pro­zeß des Den­kens und eben­so das prak­ti­sche Be­herr­schen des Mu­sik­in­stru­men­tes Geist – das Un­ter­ord­nen des Geis­tes un­ter die Herr­schaft des Ich­be­wußt­seins, un­ter den kre­a­ti­ven Wil­len des Mu­si­kers.

 
 
Dar­über hin­aus be­trifft die ob­jek­ti­ve Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik das geis­ti­ge Vor­stel­lungs­ver­mö­gen des Mu­si­kers in be­zug auf die werk­ge­treue In­ter­pre­ta­ti­on.

 
 
Der sub­jek­ti­ve Be­reich der Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik be­trifft die in­ne­re Kräf­te­ver­bin­dung der mu­si­ka­lisch-kom­po­si­to­ri­schen Pa­ra­me­ter Har­mo­nie, Se­quenz, Me­lo­die und Mo­tiv mit dem mu­si­ka­li­schen Ton­raum, al­so die Naht­stel­le un­se­rer in­ne­ren Men­schen­kräf­te mit un­se­rem Geist.

 
Der subjektive Bereich der Musikphysiologie
 
Die Wir­kung des in­ner­geis­ti­gen Mu­sik­pro­du­zie­rens auf die Phy­si­o­lo­gie des Mu­si­kers oder auf die Phy­si­o­lo­gie des Hö­rers ge­hört so­mit nicht in den Be­reich der Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik, son­dern zählt zu de­ren Öko­lo­gie.

 
Die Wir­kung des in­ner­geis­ti­gen Mu­sik­pro­du­zie­rens auf die Phy­si­o­lo­gie des Mu­si­kers oder des Mu­sik­hö­rers
 
Die Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik – die ge­sam­te Struk­tur des mu­si­ka­li­schen Ton­raums auf der Ebe­ne des Geis­tes – ist nur das äu­ße­re geis­ti­ge Er­schei­nungs­bild des in­nen Ge­schaf­fe­nen: das mu­si­ka­li­sche Re­sul­tat im Geis­te des Ton­künst­lers; die wah­re mu­si­ka­li­sche Ur­auf­füh­rung, die der Ton­künst­ler mit sei­nem Ge­hör­sinn ab­tas­tet, ist die Phy­si­o­lo­gie der Mu­sik.

 

Musikphysiologie als das äußere Erscheinungsbild des innen Geschaffenen