AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 38
 
Musikkritik


 
 
Mu­sik­kri­tik ist das kri­ti­sche Rin­gen um die in der Mu­sik ver­bor­ge­nen Er­kennt­nis­se.

 
 
Mu­sik­kri­tik ist das kri­ti­sche Rin­gen um die in der Mu­sik ver­bor­ge­nen Er­kennt­nis­se.

 
Ziel der Musikkritik
 
Ziel der Mu­sik­kri­tik ist es, das In­te­res­se ei­nes Le­sers an ei­nem Mu­sik­werk zu we­cken oder zu ver­tie­fen be­zie­hungs­wei­se das all­ge­mei­ne In­te­res­se an der Mu­sik im Vol­ke wach­zu­hal­ten.

 
 
Im­mer­hin kann der ur­teils­fä­hi­ge Mu­sik­kri­ti­ker durch das mit Be­deu­tung be­la­de­ne Wort den Mu­sik­hö­rer auf ge­wis­se Ele­men­te ei­nes Mu­sik­wer­kes auf­merk­sam ma­chen, so des­sen mu­si­ka­lisch-ana­ly­ti­sches Den­ken et­was an­re­gen und ihm in die­ser Wei­se den Zu­gang zur mu­si­ka­li­schen Wahr­heit er­leich­tern.

 
An­re­gung des mu­si­ka­lisch-ana­ly­ti­schen Denkens
 
Gu­te Mu­sik­kri­tik be­schreibt mit Wor­ten in kla­rer und sehr sen­si­bler Wei­se die in­ne­re Welt des mu­si­ka­li­schen Ton­raums – sei es in be­zug auf ein Mu­sik­werk all­ge­mein oder sei es in be­zug auf das Ge­lin­gen ei­ner spe­zi­el­len Mu­sik­auf­füh­rung.

 
Gute Musikkritik
 
Vom Mu­sik­kri­ti­ker selbst er­for­dert des­halb die Mu­sik­kri­tik ein ho­hes Maß an Selbst­dis­zip­lin; denn der Kri­ti­ker be­nö­tigt nicht nur ei­ne be­acht­li­che mu­si­ka­lisch-fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, son­dern auch ei­ne völ­lig neu­tra­le mensch­li­che Hal­tung ge­gen­über dem Be­schrie­be­nen.

 
 
Je­de Art emo­tio­na­ler Ausbrüche, ob po­si­tiv oder ne­ga­tiv, ist mei­len­weit von wah­rer Mu­sik­er­kennt­nis ent­fernt.

 
 
„Die Wahrheit soll man sagen
und dabei nicht viel Worte machen.“

Demokrit


 
 
Im wirk­li­chen Er­fas­sen – und Er­ör­tern – von Mu­sik sind Ge­fühl und Ver­stand so stark ko­or­di­niert und so har­mo­nisch mit­ein­an­der ver­wo­ben, daß je­de aus­schließ­lich vom Ver­stand ge­präg­te Un­ter­su­chung, aber auch je­de emo­tio­nal über­la­de­ne Aus­sa­ge den Le­ser ge­ra­de­zu vom we­sen­haft Mu­si­ka­li­schen weg­füh­ren muß.

 
Anforderungen an den Musikkritiker
 
Im­mer liegt das Fun­da­ment ei­ner er­folg­rei­chen Mu­sik­kri­tik in der tie­fen Lie­be des Mu­sik­kri­ti­kers selbst zur Mu­sik – in sei­nem tie­fen Ver­ste­hen von Mu­sik, in sei­nem kla­ren Wis­sen über den mu­si­ka­li­schen Schaf­fens­pro­zeß und dar­über hin­aus in sei­ner pra­xis­be­zo­ge­nen Kennt­nis der Re­a­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten mu­si­ka­li­scher Ideen.

 
Das Fundament erfolgreicher Musikkritik
 
„Ohne Phantasie keine Kunst,
ja nicht einmal Wissenschaft,
folglich auch keine Kritik.“

Franz Liszt