AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 42
 
Überlegenheit der Musik
gegenüber der heutigen Sprache


 
 
Die Mu­sik schafft es heu­te sehr viel bes­ser – und ohne daß ihr der in­ne­re Atem ver­siegt –, den In­for­ma­ti­ons­fluß auf ein Maß zu brin­gen, bei wel­chem un­se­re Spra­che in den Be­reich des Gro­tes­ken ge­rückt wür­de.

 
Integrierte Mitteilung durch Gefühl und Verstand
 
Des­halb ver­mag es die Mu­sik, sich selbst dem ein­fa­chen Hö­rer gleich­zei­tig auf der Ebe­ne sei­nes Ge­fühls und auf der Ebe­ne sei­nes Ver­stan­des mit­zu­tei­len.

 
 
Hier zeigt sich ei­ne prak­ti­sche Über­le­gen­heit der Mu­sik ge­gen­über der heu­ti­gen Spra­che.

 
 
Wo die mensch­li­che Spra­che über­wie­gend flach mit ka­te­go­ri­schen Be­deu­tun­gen ope­riert, um In­for­ma­tio­nen zu ver­mit­teln, hat die Mu­sik die Di­men­si­on des viel­fäl­tig struk­tu­rier­ten mu­si­ka­li­schen Ton­raums zur Ver­fü­gung.

 
 
So er­mög­licht die Mu­sik ei­ne sehr viel hö­he­re Ka­pa­zi­tät in der In­for­ma­ti­ons­er­fas­sung, ei­ne sehr viel grö­ße­re In­for­ma­ti­ons­dich­te als un­se­re Spra­che; zu­dem nimmt die Mu­sik Rück­sicht auf das geis­tig-see­li­sche Auf­lö­sungs­ver­mö­gen des heu­ti­gen Men­schen.

 
Informationserfassung in der Sprache und in der Musik
 
So wie sich ein Bild über den Seh­sinn sehr viel ge­nau­er und un­ver­gleich­lich schnel­ler – un­mit­tel­ba­rer – er­fas­sen läßt als über die ge­spro­che­ne Bild­be­schrei­bung, so läßt sich über das Mit­tel der Mu­sik ei­ne Wahr­heit sehr viel präg­nan­ter und schnel­ler ver­mit­teln als über das ge­spro­che­ne Wort.

 
Informationsdichte in Sprache und Musik
 
Der Stel­len­wert der mensch­li­chen Spra­che ge­gen­über der Spra­che der Mu­sik ver­langt ei­ne ge­naue Un­ter­su­chung.