AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 49
 
Inhalt und Form,
Bedeutung und Struktur


 
 
Je­des Wort hat zwei As­pek­te: ei­nen in­ne­ren und ei­nen äu­ße­ren, ei­nen sub­stan­ti­el­len und ei­nen for­ma­len – näm­lich: In­halt und Form, Sub­stanz und äu­ße­re Er­schei­nungs­form.

 
Die zwei Aspekte des Wortes
 
Der In­halt ei­nes Wor­tes be­trifft des­sen zu­grun­de­lie­gen­den Sinn, und wir be­mü­hen uns, die­sen Sinn in der Be­deu­tung des Wor­tes zu er­fas­sen.
Die end­lo­sen Dis­kus­si­o­nen mit Wor­ten über Wor­te spre­chen da­für, daß den meis­ten Men­schen der ein­deu­ti­ge Sinn der Wor­te ver­bor­gen ist.

 
Der Inhalt des Wortes
 
Am Ent­ste­hungs­ort ei­nes Wor­tes – dort, wo der Ge­dan­ke von un­se­rem in­ne­ren Sprach­or­gan auf der Ebe­ne un­se­res Geis­tes ar­ti­ku­liert wird – sind In­halt und Form noch Ein­heit und wer­den in die­ser Art der in­te­grier­ten Exis­tenz aus­schließ­lich von der Ko­or­di­na­ti­ons­in­stanz un­se­res In­tel­lekts be­herrscht und in der Ein­heit zu­sam­men­ge­hal­ten.

 
Einheit von Inhalt und Form
 
Wird die ge­dank­li­che Struk­tur des Wor­tes, al­so der Ge­dan­ke, ausge­formt, so ge­schieht dies über­wie­gend durch die Ver­stan­des­in­stanz un­se­res In­tel­lekts – durch den­je­ni­gen Teil un­se­res In­tel­lekts, wel­cher die Viel­falt ak­ti­viert.

 
Die Einheit und die Vielfalt des Wortes
 
Der In­halt, das heißt der dem Wor­te zu­grun­de­lie­gen­de Sinn, ist sei­ne „ein­fäl­ti­ge“, ein­fa­che, schlich­te ein­deu­ti­ge in­ners­te Er­kennt­nis­cha­rak­te­ri­stik.
Die­se „Wahr­heit“ ist von der Ge­fühls­in­stanz un­se­res In­tel­lekts ge­dich­tet und mit dem Ma­te­ri­al un­se­res Geis­tes zur Ein­heit ver­wo­ben.

 
Die Wahrheitsdichter in der Gedankenstruktur
 
Un­ser Ich­be­wußt­sein be­herrscht den In­halt und die Form des Ge­dan­kens über sei­ne drei gro­ßen Herr­scher­ar­me – über die Ko­or­di­na­ti­ons­ein­heit un­se­res In­tel­lekts, über die Ge­fühls­in­stanz un­se­res In­tel­lekts und über das Ver­stan­des­or­gan un­se­res In­tel­lekts, und un­ser Ich­be­wußt­sein struk­tu­riert da­her selbst den Ge­dan­ken voll­stän­dig – von der Ebe­ne un­se­res Ge­fühls her und von der Ebe­ne un­se­res Ver­stan­des her.

 
Die drei großen Herrscherarme des Tonschöpfers
 
Über die Ko­or­di­na­ti­ons­in­stanz un­se­res In­tel­lekts kann un­ser Ich­be­wußt­sein be­grei­fen, daß Form und Be­deu­tung des Ge­dan­kens zwei As­pek­te der­sel­ben Ein­heit sind – zwei­fa­cher Aus­druck der ei­nen Wahr­heit.

 
Zweifacher Ausdruck der einen Wahrheit
 
Der Sinn ei­nes Wor­tes ist die in dem Wort ent­hal­te­ne Wahr­heit in ih­rer gan­zen Schlicht­heit. Die­se Wahr­heit kann vom Ge­fühl am ein­deu­tigs­ten auf­ge­nom­men wer­den.

 
Sinnerkennung des Wortes
 
Die Struk­tur ei­nes Wor­tes ver­kör­pert die man­nig­fal­ti­gen Schat­tie­run­gen der be­zeich­ne­ten Wahr­heit und zeigt die Ver­bin­dung der haupt­säch­lich mit dem Wor­te an­ge­spro­che­nen Wahr­heit zu un­zäh­li­gen an­de­ren Wahr­hei­ten.

 
Strukturerkennung des Wortes
 
In der Uni­ver­sa­li­tät des viel­fäl­ti­gen Aus­drucks ei­nes Wor­tes er­kennt der ver­fei­ner­te Ver­stand das Ein­be­zo­gen­sein der an­de­ren Wahr­hei­ten.

 
Funktionsbereich des Verstandes