AAR EDITION INTERNATIONAL
 
 
 
 
 
 
 
Ethnische Musik
Fortsetzung 52
 
Der Sprachgebrauch
unserer Vorfahren


 
 
Un­se­re Vor­fah­ren ge­brauch­ten ei­ner­seits die Spra­che für die Be­dürf­nis­se ih­res All­tags und für die Kom­mu­ni­ka­tion un­ter­ein­an­der – ganz so wie wir.
Aber an­de­rer­seits wis­sen wir heu­te, daß sie dem in­nen ge­dach­ten Wor­te und dem au­ßen ge­spro­che­nen Wor­te ei­ne un­ver­gleich­lich grö­ße­re Be­deu­tung bei­ge­mes­sen ha­ben, als wir dies heu­te tun.

 
Die hohe Bedeutung der Sprache bei unseren Ahnen
 
Des­halb war die Dicht­kunst die ho­he Fer­tig­keit un­se­rer Vor­fah­ren, und sie war mit dem Mu­sik­schaf­fen so eng ver­floch­ten, daß wir aus un­se­rer heu­ti­gen Sicht das ei­ne von dem an­de­ren kaum zu tren­nen ver­mö­gen.

 
Die Dichtkunst unserer Vorfahren
 
Das Spra­che­schaf­fen, das Wort­schaf­fen, die Be­herr­schung des in­ne­ren und äu­ße­ren Ar­ti­ku­la­ti­ons­pro­zes­ses, da­mit ver­bun­den die per­sön­li­che Selbst­er­kennt­nis, so­dann Selbst­be­herr­schung und da­ran wei­ter an­knüp­fend die Be­herr­schung der Um­welt, gal­ten un­se­ren Vor­fah­ren als ho­hes Ide­al.

 
Mittel unserer Vorfahren zur Herrschaft über die Umwelt
 
Des­halb wa­ren un­se­re Ah­nen gro­ße Sprach­schöp­fer, und ih­re Dich­tun­gen sind gi­gan­ti­sche Zeu­gen die­ser Macht.

 
Unsere Ahnen als Sprachschöpfer
 
Ih­re Herr­schaft über den Pro­zeß der Selbst­er­ken­nung und so auch über die Prin­zi­pien der Sprach­ge­stalt­ung spie­gelt sich deut­lich in ih­ren ur­al­ten Über­lie­fe­run­gen wie­der – sei­en die­se auch noch so un­voll­stän­dig er­hal­ten.

 
 
So ist dem Zahn der Zeit im­mer­hin we­nigs­tens so viel ent­gan­gen, daß wir noch heu­te in den al­ten Über­lie­fe­run­gen das gan­ze, in die­sem Buch an­ge­spro­che­ne Wis­sen wie­der­fin­den kön­nen, wenn wir ih­re Zei­chen zu le­sen und ih­re Er­klär­un­gen zu deu­ten ver­ste­hen.

 
Die Dichtungen als die großen Zeugen ihrer Macht