PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil I
Teil I
DER PROZESS DES MUSIKSCHAFFENS
    
    
a useful connection
AAR EDITION INTERNATIONAL
Site Map
Kontakt
über uns
 
MUSIK
a useful connection

Ursprung der Tonkunst



Der Ur­sprung der Mu­sik liegt dort, wo der Ur­sprung un­se­res mensch­li­chen Den­kens liegt, wo der Be­ginn un­se­rer Emp­fin­dung liegt und wo der An­fang un­se­res Be­grei­fens liegt.
Er liegt auch dort, wo der Be­ginn un­se­res Hö­rens liegt; denn das in­ne­re Hö­ren be­ginnt dort, wo die Welt un­se­res Den­kens an­fängt.

So­mit ist der Ur­sprung der Mu­sik gar nicht his­to­ri­scher Art, son­dern ist im­mer­wäh­rend, im­mer ge­gen­wär­tig.
Er ist das Jetzt schlecht­hin, Ver­gan­gen­heit und Zu­kunft um­fas­send.

Auf der Ebe­ne des ge­mein­sa­men Ur­sprungs von Emp­fin­den, Ver­ste­hen und Hö­ren ent­steht in uns Men­schen die Mu­sik.
Der Mu­sik­schaf­fen­de ver­folgt mit sei­nem Ge­hör­sinn, mit dem in­ne­ren Ge­hör, den aus der Stil­le sei­nes Her­zens auf­stei­gen­den Ge­dan­ken, und in­dem er die­sen Ge­dan­ken mit Hil­fe sei­nes Ge­hör­sinns ab­tas­tet, er­faßt er des­sen mu­si­ka­li­sche Struk­tur.

Wäh­rend die­ses Ab­tast­vor­gangs er­kennt sein In­tel­lekt auf der Ebe­ne sei­nes in­ne­ren Ge­fühls und auf der Ebe­ne sei­nes Ver­stan­des die Er­fah­rung des Ge­hör­sinns, wer­tet sie aus und trifft kor­ri­gie­ren­de Ent­schei­dun­gen für den Fort­gang des mu­si­ka­li­schen Ge­sche­hens:
Hier liegt das tat­säch­li­che Feld des prak­ti­schen Kom­po­nie­rens.

Es ist nicht so, daß der Kom­po­nist zu­erst ei­nen Ge­dan­ken hört, al­so ei­nen schon fer­tig ge­lie­fer­ten Ge­dan­ken mit sei­nem Ge­hör­sinn ab­tas­tet.
Schon zu Be­ginn, am Ent­ste­hungs­ort ei­nes Ge­dan­kens, ent­schei­det er im In­ners­ten, was und wie er denkt.

Dem­nach ist für den Ton­schöp­fer der mit sei­nem Ge­hör­sinn wahr­ge­nom­me­ne in­ne­re Ton oder Klang schon das En­de sei­nes Kom­po­nie­rens, nicht des­sen An­fang.

Das in­ne­re Ab­tas­ten des geis­ti­gen Mu­sik­er­eig­nis­ses mit sei­nem Ge­hör­sinn dient dem Ton­schöp­fer zur ei­ge­nen Über­prü­fung, aber auch zum ei­ge­nen Ge­nuß sei­nes in­ne­ren Kon­zerts.



 

                                                                                

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
I.
DER PROZESS DES
MUSIKSCHAFFENS
Die Welt
der belebten Stille
Ursprung der Tonkunst
Verantwortungsbewußte Autorenschaft
Die Gestirne der Musik
Das kreative Musikhören
Niederschrift der Partitur
Herkömmliche
Notationspraxis
Irrtum
des Interpretentums
Die Sprache
der Wahrheit

Beginn des Fühlens
und Verstehens

 

 


Unhistorische Musikgeschichte

 

Der aufsteigende
musikalische Gedanke

 

 


Integrierte Musikschöpfung

 

 


Entstehungsort
des musikalischen
Gedankens

 

Anfang und Ende
der Tonkunst


Das innere Konzert

science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony