Die
innergeistige
Wirklichkeit
der Musik
Kreatives Musikhören
Innere
Mechanik
des Musikschaffens
Die Mechanik
der inneren
musikalischen "Probe"
Steigerung
der Musikleistung
Mit der inneren geistigen musikalischen Wirklichkeit läßt sich das gesamte Gebiet der Musik vollständig erfassen: der Anfang der Musik und deren Entwicklungsgang bis zu ihrem Endstadium, der objektiven Sphäre der Musik bis in den musikalischen Tonraum hinein, bis in jene Welt hinein, in der die Musik erklingt.
woher ich meine Ideen nehme?
Sie kommen ungerufen,
mittelbar, unmittelbar,
ich könnte sie mit den Händen greifen,
in der freien Natur, im Walde,
auf Spaziergängen,
in der Stille der Nacht,
am frühen Morgen,
angeregt durch Stimmungen,
die sich bei dem Dichter in Worte,
bei mir in Töne umsetzen,
klingen, brausen, stürmen,
bis sie endlich in Noten vor mir stehen.“
In der Mechanik des kreativen Musikhörens bedürfen folgende menschliche Fähigkeiten als fachliche Disziplinen einer systematischen Untersuchung und Ausbildung:
der geistigen Konzentration; dabei:
Mittel des Gefühls
Mittel des Verstandes
Mittel der Koordination von Gefühl und Verstand.
(Der äußere Gehörsinn ist zum kreativen Musikhören nicht nötig, wie der Fall Beethovens zeigt.)
Zur inneren Mechanik des Musikschaffens gehören folgende Komponenten:
Das Ichbewußtsein des Musikschaffenden ist diejenige Instanz, welche eine Komposition an den Intellekt in Auftrag gibt und von welcher die musikalische Aufführung über den Gehörsinn am Instrument des Geistes wiederum abgehört wird.
Einmal entsteht der Auftrag für das Musikwerk aus der eigenen Freude des Ichs heraus als unschuldiger Ausdruck seines ursprünglichen Lebensglücks, ohne irgendeine Willensanstrengung, ohne bestimmte Zielvorstellung, ohne spezifische Motivation, so wie ein Kind jauchzt.
Zum anderen dient das Musikwerk zur Bereicherung der innewohnenden ursprünglichen Lebensfreude des Ichs.
Hierzu steuert das Ich den in ihm selbst wurzelnden Mechanismus des Intellekts, des Geistes und des Gehörsinns.
Wie ein Fühler tastet der Gehörsinn die bewegte Oberflächenstruktur des Geistes ab und entlockt ihm so das tönende Ereignis.
Über diesen Abhörvorgang erhält das Ichbewußtsein den Eindruck der klingenden Aufführung.
Und aufgrund dieser musikalischen „Probe“ erfährt es neben seinem eigenen schon innewohnenden Glück noch eine zusätzliche äußere Freude.
Zur Steigerung dieser äußeren Freude führt das Ichbewußtsein mit seinem Hauptwerkzeug, dem Entscheidungsorgan des Intellekts, diejenigen musikalischen Korrekturen durch, welche die eigene Freude beim nächsten Abhören noch steigern sollen.