PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil III
Teil III
DIE INNERE MECHANIK DES MUSIKSCHAFFENS
    
    
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MUSIK
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Die innergeistige
Wirklichkeit
der Musik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Kreatives Musikhören

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innere Mechanik
des Musikschaffens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mechanik
der inneren
musikalischen "Probe"

 

 

 

Steigerung
der Musikleistung

„Das Talent arbeitet,
das Genie schafft.“
                             Robert Schumann



Die Dimension der Musik



Mit der in­ne­ren geis­ti­gen mu­si­ka­li­schen Wirk­lich­keit läßt sich das ge­sam­te Ge­biet der Mu­sik voll­stän­dig er­fas­sen: der An­fang der Mu­sik und de­ren Ent­wick­lungs­gang bis zu ih­rem End­sta­di­um, der ob­jek­ti­ven Sphä­re der Mu­sik – bis in den mu­si­ka­li­schen Ton­raum hin­ein, bis in je­ne Welt hin­ein, in der die Mu­sik er­klingt.

„Sie werden mich fragen,
woher ich meine Ideen nehme?

Sie kommen ungerufen,
mittelbar, unmittelbar,
ich könnte sie mit den Händen greifen,
in der freien Natur, im Walde,
auf Spaziergängen,
in der Stille der Nacht,
am frühen Morgen,

angeregt durch Stimmungen,
die sich bei dem Dichter in Worte,
bei mir in Töne umsetzen,
klingen, brausen, stürmen,
bis sie endlich in Noten vor mir stehen.“
Beethoven

In der Me­cha­nik des kre­a­ti­ven Mu­sik­hö­rens be­dür­fen fol­gen­de mensch­li­che Fä­hig­kei­ten als fach­li­che Dis­zi­pli­nen ei­ner sys­te­ma­ti­schen Un­ter­su­chung und Aus­bil­dung:
  1. Die Technologie der Geistesbeherrschung,
    der geistigen Konzentration; dabei:
    1. Analyse der Substanz des Geistes durch die
      Mittel des Gefühls
    2. Analyse der Struktur des Geistes durch die
      Mittel des Ver­stan­des
    3. Analyse der Funktion des Geistes durch die
      Mittel der Koordination von Gefühl und Verstand.

  2. Die Technologie des inneren Gehörsinns.

    (Der äu­ße­re Ge­hör­sinn ist zum kre­a­ti­ven Mu­sik­hö­ren nicht nö­tig, wie der Fall Beethovens zeigt.)

Zur in­ne­ren Me­cha­nik des Mu­sik­schaf­fens ge­hö­ren fol­gen­de Kom­po­nen­ten:

Das Ich­be­wußt­sein des Mu­sik­schaf­fen­den ist die­je­ni­ge In­stanz, wel­che ei­ne Kom­po­si­tion an den In­tel­lekt in Auf­trag gibt und von wel­cher die mu­si­ka­li­sche Auf­füh­rung über den Ge­hör­sinn am In­stru­ment des Geis­tes wie­der­um ab­ge­hört wird.

Ein­mal ent­steht der Auf­trag für das Mu­sik­werk aus der ei­ge­nen Freu­de des Ichs her­aus als un­schul­di­ger Aus­druck sei­nes ur­sprüng­li­chen Le­bens­glücks, ohne ir­gend­ei­ne Wil­lens­an­stren­gung, ohne be­stimm­te Ziel­vor­stel­lung, ohne spe­zi­fi­sche Mo­ti­va­ti­on, so wie ein Kind jauchzt.

Zum an­de­ren dient das Mu­sik­werk zur Be­rei­che­rung der in­ne­woh­nen­den ur­sprüng­li­chen Le­bens­freu­de des Ichs.

Hier­zu steu­ert das Ich den in ihm selbst wur­zeln­den Me­cha­nis­mus des In­tel­lekts, des Geis­tes und des Ge­hör­sinns.

Wie ein Füh­ler tas­tet der Ge­hör­sinn die be­weg­te Ober­flä­chen­struk­tur des Geis­tes ab und ent­lockt ihm so das tö­nen­de Er­eig­nis.

Über die­sen Ab­hör­vor­gang er­hält das Ich­be­wußt­sein den Ein­druck der klin­gen­den Auf­füh­rung.

Und auf­grund die­ser mu­si­ka­li­schen „Pro­be“ er­fährt es ne­ben sei­nem ei­ge­nen schon in­ne­woh­nen­den Glück noch ei­ne zu­sätz­li­che äu­ße­re Freu­de.

Zur Stei­ge­rung die­ser äu­ße­ren Freu­de führt das Ich­be­wußt­sein mit sei­nem Haupt­werk­zeug, dem Ent­schei­dungs­or­gan des In­tel­lekts, die­je­ni­gen mu­si­ka­li­schen Kor­rek­tu­ren durch, wel­che die ei­ge­ne Freu­de beim nächs­ten Ab­hö­ren noch stei­gern sol­len.


 

                                                                                

 
 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
III.
DIE INNERE MECHANIK
DES MUSIKSCHAFFENS
Die Dimension
der Musik
Anfang und Ende
des Musikschaffens
Der natürliche Sitz
des Tonschöpfers
Kontrolle
über das Werk
Der freie innere
Gestaltungswille
Der Herrscher
der Musik

science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony