Koordination
zweier
entgegenwirkender
Mächte
Herkunft des
Entscheidungsorgans
Schöpferische
Funktion des
Ichbewußtseins
Koordination
des doppelten
Musikschaffens
Die vollkommene
Tonerscheinung
Die Gabe
des wahren
Musikschöpfers
Harmonie
zwischen
musikalischer Einheit und
Vielfalt
Stabilität des
Schaffensprozesses
Stabilität
des Tonkünstlers
Unser inneres Entscheidungsorgan, die koordinierende Kraft unseres Intellekts, ist dessen mittlere Nahtstelle mit unserem Ich.
Die beiden Kräfte unseres gefühlsmäßigen und verstandesmäßigen Unterscheidungsvermögens sind die Seitennahtstellen des Intellekts mit unserem Ich.
Das intellektuelle Entscheidungsorgan liegt also zwischen den Unterscheidungsorganen des Gefühls und des Verstandes.
Es ist nicht so, daß das Entscheidungsorgan zwischen dem Ich und den beiden Unterscheidungsorganen liegt, sondern alle drei sind direkt mit dem Ich verbunden, gehen direkt aus unserem Ich hervor.
Anregung und Kontrolle all dieser drei Komponenten des Intellekts geschehen in jedem Falle unmittelbar durch unser Ichbewußtsein.
Das Entscheidungsorgan des Intellekts, dessen koordinierende Kraft, überwacht das Wechselspiel zwischen gefühlsmäßigem und verstandesmäßigem Musikschaffen und steuert das Erwärmen und Abkühlen unserer Gedanken.
Es ist somit verantwortlich für den lückenlosen Geistesfluß, für das harmonische Ineinanderübergehen unserer musikalischen Gedankenstrukturen.
So liefert unser Ichbewußtsein im Prozeß seines vollständigen inneren Erwachens über unser Gefühl die allumfassende Einheit erzeugende und erhaltende Grundschwingung und über den Verstand die allumfassende Vielfalt erzeugende und erhaltende Grundschwingung an unseren Geist und belebt diesen als vollkommene Tonerscheinung.
Diese allumfassende zweifach wirksame Schwingung ist eine Gabe des Ichs über seine innewohnende Schöpferkraft an den Geist und verleiht diesem die vielfältige Einheit, welche die Musik braucht, um die Wirklichkeit des Lebens vielgestaltig auszudrücken.
Indem das Koordinationsorgan unseres Intellekts zwischen unserem Gefühl und unserem Verstand vermittelt und so die Harmonie zwischen musikalischer Einheit und Vielfalt wahrt, wird auf der Ebene unseres Geistes jene Welt der belebten Stille genährt.
Die Koordination der Gefühlsund Verstandeskräfte verleiht dem Gefühl und dem Verstand Stabilität und ermöglicht ihnen volle Wirksamkeit.
So wie ein Mensch nur auf zwei Beinen sicher gehen kann, so hat auch der Tonkünstler beim Emporheben einer Komposition aus der Tiefe seiner bewegten Phantasie nur dann wirklich Standfestigkeit, wenn er sein Gefühl und seinen Verstand integriert gebraucht.