PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil III
Teil III
DIE INNERE MECHANIK DES MUSIKSCHAFFENS
    
    
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MUSIK
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Koordination zweier
entgegenwirkender
Mächte

 

 

 


Herkunft des
Entscheidungsorgans

 

Schöpferische Funktion des
Ichbewußtseins

Koordination
des doppelten
Musikschaffens

 

 


Die vollkommene
Tonerscheinung

 

 

Die Gabe
des wahren
Musikschöpfers

 

Harmonie zwischen
musikalischer Einheit und
Vielfalt


Stabilität des
Schaffensprozesses


Stabilität
des Tonkünstlers

Der natürliche Sitz des Tonschöpfers



Un­ser in­ne­res Ent­schei­dungs­or­gan, die ko­or­di­nie­ren­de Kraft un­se­res In­tel­lekts, ist des­sen mitt­le­re Naht­stel­le mit un­se­rem Ich.

Die bei­den Kräf­te un­se­res ge­fühls­mä­ßi­gen und ver­stan­des­mä­ßi­gen Un­ter­schei­dungs­ver­mö­gens sind die Sei­ten­naht­stel­len des In­tel­lekts mit un­se­rem Ich.

Das in­tel­lek­tu­el­le Ent­schei­dungs­or­gan liegt al­so zwi­schen den Un­ter­schei­dungs­or­ga­nen des Ge­fühls und des Ver­stan­des.

Es ist nicht so, daß das Ent­schei­dungs­or­gan zwi­schen dem Ich und den bei­den Un­ter­schei­dungs­or­ga­nen liegt, son­dern al­le drei sind di­rekt mit dem Ich ver­bun­den, ge­hen di­rekt aus un­se­rem Ich her­vor.

An­re­gung und Kon­trol­le all die­ser drei Kom­po­nen­ten des In­tel­lekts ge­sche­hen in je­dem Fal­le un­mit­tel­bar durch un­ser Ich­be­wußt­sein.

Das Ent­schei­dungs­or­gan des In­tel­lekts, des­sen ko­or­di­nie­ren­de Kraft, über­wacht das Wech­sel­spiel zwi­schen ge­fühls­mä­ßi­gem und ver­stan­des­mä­ßi­gem Mu­sik­schaf­fen und steu­ert das Er­wär­men und Ab­küh­len un­se­rer Ge­dan­ken.
Es ist so­mit ver­ant­wort­lich für den lü­cken­lo­sen Geis­tes­fluß, für das har­mo­ni­sche In­ein­an­der­über­ge­hen un­se­rer mu­si­ka­li­schen Ge­dan­ken­struk­tu­ren.

So lie­fert un­ser Ich­be­wußt­sein im Pro­zeß sei­nes voll­stän­di­gen in­ne­ren Er­wa­chens über un­ser Ge­fühl die all­um­fas­sen­de Ein­heit er­zeu­gen­de und er­hal­ten­de Grund­schwin­gung und über den Ver­stand die all­um­fas­sen­de Viel­falt er­zeu­gen­de und er­hal­ten­de Grund­schwin­gung an un­se­ren Geist und be­lebt die­sen als voll­kom­me­ne Ton­er­schei­nung.

Die­se all­um­fas­sen­de zwei­fach wirk­sa­me Schwin­gung ist ei­ne Ga­be des Ichs über sei­ne in­ne­woh­nen­de Schöp­fer­kraft an den Geist und ver­leiht die­sem die viel­fäl­ti­ge Ein­heit, wel­che die Mu­sik braucht, um die Wirk­lich­keit des Le­bens viel­ge­stal­tig aus­zu­drü­cken.

In­dem das Ko­or­di­na­ti­ons­or­gan un­se­res In­tel­lekts zwi­schen un­se­rem Ge­fühl und un­se­rem Ver­stand ver­mit­telt und so die Har­mo­nie zwi­schen mu­si­ka­li­scher Ein­heit und Viel­falt wahrt, wird auf der Ebe­ne un­se­res Geis­tes je­ne Welt der be­leb­ten Stil­le ge­nährt.

Die Ko­or­di­na­tion der Ge­fühlsund Ver­stan­des­kräf­te ver­leiht dem Ge­fühl und dem Ver­stand Sta­bi­li­tät und er­mög­licht ih­nen vol­le Wirk­sam­keit.

So wie ein Mensch nur auf zwei Bei­nen si­cher ge­hen kann, so hat auch der Ton­künst­ler beim Em­por­he­ben ei­ner Kom­po­si­tion aus der Tie­fe sei­ner be­weg­ten Phan­ta­sie nur dann wirk­lich Stand­fe­stig­keit, wenn er sein Ge­fühl und sei­nen Ver­stand in­te­griert ge­braucht.


 

                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
III.
DIE INNERE MECHANIK
DES MUSIKSCHAFFENS
Die Dimension
der Musik
Anfang und Ende
des Musikschaffens
Der natürliche Sitz
des Tonschöpfers
Kontrolle
über das Werk
Der freie innere
Gestaltungswille
Der Herrscher
der Musik

science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony