Ausgewogenheit
des hitzespendenden und
des kältespendenden Aggregats
Die koordinierende
Kraft des
Tonschöpfers
Unmittelbare Aufführungsleistung des inneren
Musikschöpfers
Der Eindruck
vollkommener Musik
beim Hörer
Aber noch für etwas anderes ist dem Musiker die Integration seines Gefühls und seines Verstandes so unerläßlich, nämlich für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der wärmenden Kraft des Gefühls und der kühlenden Kraft des Verstandes im Musikwerk damit den Hörer nicht unkontrolliert eisig kalte und glühend heiße Wogen überrollen und dadurch dessen inneres Empfinden unnötig schocken.
Daher ist es ein weiterer grundlegender Schritt der praktischen Musikausbildung, die koordinierende Kraft des Intellekts zu entwickeln, welche zwischen dem zusammenführenden Gefühl und dem auseinandertreibenden Verstand eine harmonisierende vermittelnde Stellung einnimmt und so die vom Differenzierungsvermögen unterschiedenen musikalischen Elemente sowohl zusammen- als auch auseinanderhält.
Es handelt sich hier um die systematische, wissenschaftlich fundierte Ausbildung der Koordinationsfunktion unseres Intellekts.
Ohne diese Komponente der Koordination von Gefühl und Verstand und ohne ihren gezielten Einsatz unter der direkten Leitung des Ichbewußtseins ist einem Tonkünstler das harmonisierende, ganzheitliche, sinnvolle Komponieren verwehrt, denn:
Allein der integrierte Einsatz von Gefühl und Verstand durch den Komponisten und durch den Musiker belebt beim Hörer den Eindruck des Vollkommenen.
Und das Ergebnis wäre zum Beispiel die seichte Unterhaltungsmusik konsonant, einfallslos, schnulzig.
Diese Eröffnung des Umfassenden erfüllt den Musikliebhaber wirklich und überzeugt ihn vom göttlichen Funken im Menschen.
Der Hörer erhält dadurch eine innere allgemein-menschliche Standfestigkeit, eine persönliche Unbeirrtheit gegenüber dem Zweifel, die ihm Einblick in das Potential menschlich-göttlicher Freiheit gewährt.