PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil V
Teil V
DIE KRÄFTEFELDER DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Der Weg zu
mächtigeren Gestaltungskräften in der Musik

 

 

 

 

 



Wirkliche Belebung des
physikalisch- akustischen Raumes

 

 


Die eigentliche
Aufgabe des
Musikinterpreten

Die Vollendung
der musikalischen Gestaltungskräfte



Mit dem Ver­stan­de er­kennt der Hö­rer die „ho­ri­zon­ta­len“ kom­po­si­to­ri­schen Ord­nungs­sys­te­me.

Und mit dem Ge­fühl er­faßt er die „ver­ti­ka­len“ mu­si­ka­li­schen Macht­ver­hält­nis­se.

Des­halb sind die Qua­li­tä­ten des Ge­fühls und des Ver­stan­des in al­len Ebe­nen der Mu­sik wirk­sam – in der Welt des Ton­raums, in der Welt des Mo­tivs, in der Welt der Se­quenz und in der Welt der Har­mo­nie.

Wer­den die­se bei­den fun­da­men­ta­len Qua­li­tä­ten des In­tel­lekts vom Mu­si­ker als wirk­sa­me und mäch­ti­ge mu­si­ka­li­sche Ge­stal­tungs­kräf­te er­kannt, so er­schei­nen sie ihm schließ­lich auf der Ebe­ne der Har­mo­nie in ih­rer Voll­en­dung.

Der mu­si­ka­li­sche Ton­raum, die Welt der in­ner­mu­si­ka­li­schen Vor­stel­lungs­kraft, wird glei­cher­ma­ßen vom Ge­fühl und vom Ver­stand be­lebt.

Und die Kunst des Mu­si­kers äu­ßert sich ganz be­son­ders dar­in, daß es ihm ge­lingt, die­ses Le­ben, die­se le­ben­di­ge Viel­falt bis in den phy­si­ka­lisch-akus­ti­schen Raum hi­nein­zu­tra­gen und die­sen so zu be­le­ben, daß der Hö­rer das Le­ben­di­ge selbst er­faßt als sei­ne ei­ge­ne drei­fa­che Er­kennt­nis­nah­rung:

  1. als eine wohlig-wärmende Stärkung seines Gefühls,
  2. als erfrischend-kühlende Klärung
    seines Ver­stan­des
    und –
  3. als die er­fül­len­de Er­kennt­nis sei­ner ei­ge­nen in­ne­ren We­sen­heit, sei­ner in­ne­ren Macht und sei­ner in­ne­ren Schön­heit durch die le­ben­di­ge, ge­gen­sei­ti­ge Durch­drin­gung der Qua­li­tä­ten sei­nes Ge­fühls und sei­nes Ver­stan­des.


 

 

                                                                                

 

 

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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