Die
Kunst der
Motivverwandlungen
Die Schicksalsgöttin des Motivs
Die mütterliche
Rolle der
musikailischen Sequenz
Die lebendige
Melodiegestaltung
Das Motiv durcheilt mit seinen verwandten Kräften (den Motivableitungen) in Gestalt der Melodie die Welten der Sequenzen.
Dabei verwandelt es sich immer wieder und erscheint so in vielgestaltiger Form, indem es die Charakterzüge artverwandter Motive annimmt.
So füllt es den Raum der Sequenz mit immer neuem Leben wie ein Kind, das sich zu Hause dauernd verkleidet und verspielt durch Haus und Garten springt.
Auch wenn der Hörer das Motiv und dessen Schicksal erkennt, ist für ihn das Wesen der Sequenz, die in mütterlicher Weise das Motiv lenkt, schwerer erfaßbar.
Doch wenn der Hörer vom Motiv her seine Aufmerksamkeit auf die Welt der Sequenz richtet, dann erscheint ihm das Motiv in Gestalt der Melodie, indem es nacheinander die Merkmale verwandter Charaktereigenschaften ausdrückt.
So wird das Motiv, während es die Welten der Sequenzen durchtanzt, immer von der gerade herrschenden Sequenz zu belebender weiterer individueller Entfaltung inspiriert.
Die Sequenz wiederum wird auf einer höheren Erkenntnisebene der Musik von der Harmonie geleitet und gestärkt.
So kann sie sich der Motive verjüngend annehmen was sich dann in einer lebendigen Melodiegestaltung ausdrückt.
In der Melodie beschreibt das Motiv seinen individuellen Lebensweg.
Deshalb überwiegt bei ihr mal diese, mal jene Eigenschaft mal der eine, mal der andere Motivaspekt.