Die
Weltenreise
der musikalischen
Motive
Die geheimnisvolle
unbekannte Sphäre
einer neuen
musikalischen Generation
Wesen
und Zweck
der Sequenztechnik in der Musik
Die ordnende Kraft
in der Melodik
Das Kräftefeld
der musikalischen
Sozialgesetze
Die
diskrete
Machtausübung der musikalischen
Sequenz
Die musikalische
Sequenz als
allnährende Motivmutter
Das musikalische
Kräftefeld der
schöpferischen Entfaltung der
Motive
Die
kompositorische Kunst der
Sequenztechnik
Der musikalische
Gestaltungswille im Sozialbereich
der Musik
Angewandte Sequenztechnik
Die Sequenz ist diejenige musikalische Kraft, welche die tanzenden Motive liebevoll von einer Sequenzwelt in die nächste geleitet und dann dort so harmonisch zu neuer schöpferischer Entfaltung anregt, daß alle Motive gemeinsam und doch vielfältig auseinanderund zusammenstrebend die neue Welt durchlaufen und so mit Hilfe der Sequenz wieder und wieder in neue musikalische Entfaltungsräume eintauchen.
Immer beim Übergang von einer Sequenzwelt in die nächste erscheint die Sequenz in der vollen Schönheit ihrer Gestalt besonders deutlich.
Mütterlich lenkt sie dabei die Motive sucht sie in der alten Welt zusammen, ermuntert sie zum Eintreten in die neue Welt und gibt ihnen durch die Attraktion ihrer mütterlichen Schönheit das Vertrauen, furchtlos in das Neuland der folgenden Sequenz vorzustoßen.
Denn die neue Sequenzwelt erscheint im Verständnis der „Kinder“ (der Motive) als die geheimnisvolle unbekannte Sphäre einer neuen Generation.
Die Sequenztechnik ist diejenige Kraft der musikalischen Logik, welche von innen her die Motivtechnik beherrscht.
Nach den inneren Gestaltungsregeln der Sequenztechnik regt die Sequenz die Motive an, hält sie zusammen und beruhigt sie auch wieder wie die Mutter ihre Kinder umsorgt.
Die Sequenztechnik bewirkt, daß die natürliche Ordnung der Motive nicht auseinanderfällt auch wenn die Motive noch so gegensätzlicher Natur sind und wenn sie sich im Verlauf des musikalischen Geschehens auch noch so sehr widersprechen.
In Form von Harmoniegesetzen enthält die Sequenztechnik diejenigen Prinzipien, welche die Beziehung der Motive untereinander verbessern.
Die Sequenztechnik ist der „Bereich der Sozialgesetze der Motive“, während die Motivtechnik die Individualgesetze der Motive umfaßt.
Die Sequenztechnik ist also eine natürliche Überordnung der Motivtechnik wobei die Motivtechnik aus der Sequenztechnik erwächst, in dieser schon latent vorhanden ist und nicht etwa später künstlich auf die Sequenztechnik aufgesetzt wurde.
Die Sequenz ist diejenige innere Lebensregung der Komposition, welche die Motive so natürlich miteinander verbindet, wie unsere Handfläche die Finger zusammenhält.
Und ebenso geringfügig, wie die Handfläche sich bewegt, auch wenn sie die einzelnen Finger aktiviert, so wenig ist die Sequenz bewegt, auch wenn die einzelnen Motive im Tanz der Musik auseinander- oder zusammenstreben.
Wegen dieser ihrer diskreten Handlungsweise ist die Sequenz in der Komposition auch nicht leicht zu identifizieren.
So wirkt die Sequenz als allnährende Motivmutter zwischen der Harmonie und den tanzenden Motiven und bezaubert die Motive mit den Qualitäten der Harmonie.
In mütterlicher Weise hält die Sequenz die Motive zusammen und harmonisiert deren oft auseinanderstrebende Intentionen.
Sie läßt ihnen dabei jedoch einen äußerst großen Spielraum zur individuellen schöpferischen Entfaltung.
Auf der Ebene der Sequenztechnik liegt die Kunst des Komponierens darin, daß die freie Entfaltung der Motive im Verlaufe des musikalischen Geschehens von der Sequenz nur unterstützt und nie gehemmt wird, und daß die Motive, von der Schönheit der Sequenz beflügelt, immer nur die natürliche innere Macht der Harmonie leben.
Die Meisterschaft der angewandten Sequenztechnik liegt in der Kunst der kompositorischen Verschmelzung der Motive mit der Harmonie.
So verkörpert die angewandte Sequenztechnik einen umfassenderen Gestaltungswillen als die angewandte Motivtechnik.
Denn sie wirkt in einer Dimension höherer musikalischer Ordnung, in der Welt der Sequenz, wo auf der Ebene der Sozialstruktur der Komposition die individuellen Motive zusammengehalten werden.
Auf diese Weise dienen die Mütter (die Sequenzen) dem Urvater der Musik (der Harmonie), da sie dessen Kinder (die Motive) inspirierend durch die Welt der Musik geleiten.