PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil VII
Teil VII
RAUM UND ZEIT IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK

 

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Der Tonraum

 

 

 

Veränderung
des geistigen
Vorstellungsraumes

 

 

 

 

 

Die Innenwelt
des musikalischen
Tonraums

Das innere
Lebensfeld
des musikalischen
Tonraums


Der Geist
des musikalischen
Tonraums



Die geheime Seele
des musikalischen
Tonraums

Raumvorstellungen in der Musik



Kaum ein Wort fin­det so viel­schich­ti­ge An­wen­dung wie das Wort „Raum“.

Vom Zim­mer bis zum Wel­ten­all hat die Phan­ta­sie der Volks­see­le die­ses Wort mit Be­deu­tung ver­se­hen, und auch der mu­si­ka­li­sche Ton­raum ist nur ei­ner von vie­len Räu­men in der Vor­stel­lungs­welt des Men­schen.

Raum­be­wußt­sein ent­springt aus dem re­la­ti­ven Be­wußt­sein der Ver­schie­den­heit – der Zwei­heit bis Viel­heit, der Ge­trennt­heit –, des Ab­stan­des zwi­schen zwei oder meh­re­ren Din­gen.

Auf der Ebe­ne der Sin­nes­er­fah­rung be­darf das Raum­ge­fühl ei­ner Be­stä­ti­gung der Ge­trennt­heit durch die Sin­nes­wahr­neh­mung.

Da­bei muß ei­ne dy­na­mi­sche Ver­än­de­rung der räum­li­chen Welt in der Zeit ein­ge­schlos­sen sein; denn tat­säch­lich ent­steht und wächst un­ser re­la­ti­ves Raum­be­wußt­sein nur mit der Ver­än­de­rung un­se­res geis­ti­gen Vor­stel­lungs­rau­mes.

Un­ter der Hül­le des Ton­raums be­we­gen sich die mu­si­ka­li­schen Pa­ra­me­ter wie in un­ter­schied­li­chen Schich­ten.

Wäh­rend sich das Ma­te­ri­al des mu­si­ka­li­schen Ton­raums mit un­se­rem ma­te­riel­len Kör­per ver­glei­chen läßt, ent­spricht der Mo­tiv­raum un­se­rem fein­stoff­li­chen Kör­per.

Der Mo­tiv­raum be­lebt den mu­si­ka­li­schen Ton­raum von in­nen her, struk­tu­riert ihn und hält ihn zu­sam­men.

Der Se­quenz­raum läßt sich in die­sem Ver­gleich als un­ser Geist ver­ste­hen, wel­cher un­se­ren fein­stoff­li­chen Kör­per, der den Mo­tiv­räu­men ent­spricht, von in­nen her, vom Zu­stand noch grö­ße­rer Fein­heit her be­lebt, struk­tu­riert und zu­sam­men­hält.

Der un­end­li­che Raum der Har­mo­nie läßt sich dann mit der­je­ni­gen Grund­la­ge un­se­res Geis­tes ver­glei­chen, wel­che den Geist, der den Se­quenz­räu­men ent­spricht, von in­nen her, vom Zu­stand größ­ter Fein­heit her be­lebt, struk­tu­riert und zu­sam­men­hält.


 

                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
VII.
RAUM UND ZEIT
IN DER MUSIK
Raumvorstellungen
in der Musik
Die beiden Methoden
der Raumerfahrung
Raumerfahrung im
Mikrokosmos der Musik
Raum-Zeit-Integration
in der Musik
Raum-Zeit-
Verschmelzung durch Integration der musikalischen Räume
Das integrierte Spiel
von Raum und Zeit
Das Potential
des Tonkünstlers
Die Verbindung von
Rhythmus und Tonalität
Der Erkenntnisbereich
der belebten Stille
Der Kern der
praktischen Tonkunst
Konventionelle und
moderne Reproduktions-
maschinerie
science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony