PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil VII
Teil VII
RAUM UND ZEIT IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Erkennen
der natürlichen
Oberwellenspektren des Tons

 


Unkenntnis
der atomaren und
subatomaren Welt
des Tonraums

 

 

 

 

 


Raumerfahrung des Ver­stan­des


Verstärkung der
Raumerfahrung des Ver­stan­des

 

Der Dynamikraum


Verstärkung der
Raumerfahrung des Gefühls

 


Die integrierte
Raumerfahrung

 

 


Das Gleichgewicht der musikalischen
Kräfte

Raumerfahrung
im Mikrokosmos der Musik



Heu­te ist das Er­ken­nen der na­tür­li­chen Ober­wel­len­spek­tren ei­nes Tons wis­sen­schaft­lich leicht mög­lich.

Da­ge­gen ist auch dem kon­ven­tio­nell ge­schul­ten Mu­sik­fach­mann auf­grund sei­ner man­geln­den Aus­bil­dung im in­ne­ren Hö­ren das Ober­wel­len­spek­trum auf der Ebe­ne des in­ne­ren Ohrs nicht zu­gäng­lich.

Und selbst dem prak­ti­zie­ren­den Mu­si­ker ist das Ober­wel­len­spek­trum sei­nes In­stru­ments als sol­ches in den Ein­zel­hei­ten gar nicht be­kannt.

So wie der Mu­si­ker sein In­stru­ment spielt, aber nicht des­sen Ato­me von­ein­an­der un­ter­schei­den kann – ganz zu schwei­gen von den noch zu­sam­men­ge­setz­ten Pro­to­nen, Elek­tro­nen und Neu­tro­nen –, so hört er von sei­ner ge­spiel­ten Mu­sik im we­sent­li­chen nur die Grund­tö­ne und so et­was wie ei­ne Klang­far­be, nicht aber die ein­zel­nen Ober­wel­len, die ver­gleichs­wei­se auf der ato­ma­ren und sub­ato­ma­ren Ebe­ne lie­gen.

Mit rich­ti­ger Schu­lung kann man die Ober­wel­len­struk­tur hö­ren.

Das „In­ter­vall“, die Ton­hö­hen­dif­fe­renz, ist ein äu­ße­res mu­si­ka­li­sches Be­schrei­bungs­mit­tel des Fel­des der po­ten­ti­el­len Ener­gie.

Ei­ne Ver­stär­kung der ver­stan­des­mä­ßi­gen Rau­mer­fah­rung ge­lingt hier­bei durch ein Ver­deut­li­chen des Rau­mes zwi­schen den ein­zel­nen Ober­wel­len ei­nes Tons, in­dem die­se (ein­zel­nen Ober­wel­len) an ver­schie­de­ne Raum­punk­te des akus­ti­schen Rau­mes pro­ji­ziert wer­den.

Die Laut­stär­ken­dif­fe­renz ist ein äu­ße­res mu­si­ka­li­sches Be­schrei­bungs­mit­tel des Fel­des der ki­ne­ti­schen Ener­gie.

Ei­ne Ver­stär­kung der ge­fühls­mä­ßi­gen Rau­mer­fah­rung ge­lingt hier­bei durch ein Hör­bar­ma­chen der In­te­gra­tion von deut­lich dif­fe­ren­zier­ten Laut­stär­ken, wo­bei die in ver­spiel­tem Rei­gen im Rau­me tan­zen­den Laut­stär­ken nach dem kom­po­si­to­ri­schen Mus­ter wie Stern­schnup­pen an ver­schie­de­nen Or­ten des Rau­mes auf­leuch­ten.

Die um­fas­sends­te Rau­mer­fah­rung wird durch die In­te­gra­tion un­se­rer ver­stan­des­mä­ßi­gen und ge­fühls­mä­ßi­gen Rau­mer­fah­rung be­wirkt.
Das ist der Fall, wenn die po­ten­ti­el­le Ener­gie und die ki­ne­ti­sche Ener­gie in un­se­rem mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zeß ei­nen sol­chen Zu­stand der Aus­ge­gli­chen­heit er­rei­chen, daß sich ih­re Kräf­te ge­gen­sei­tig auf­he­ben.

In die­sem Fal­le er­reicht un­ser mensch­li­cher Geist – durch das äu­ße­re Wahr­neh­men der Mu­sik an­ge­regt – ei­nen Schwe­be­zu­stand, wel­cher uns das Ge­fühl der Schwe­re­lo­sig­keit ver­mit­telt und auf un­se­re Ge­samt­per­sön­lich­keit ei­ne be­frei­en­de Wir­kung hat.

In die­sem Mo­ment he­ben sich al­le mu­si­ka­li­schen räum­lich-zeit­lich ge­ord­ne­ten Kräf­te ge­gen­sei­tig auf, und die Raum-Zeit-Ver­schmel­zung ist voll­kom­men.

 

                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
VII.
RAUM UND ZEIT
IN DER MUSIK
Raumvorstellungen
in der Musik
Die beiden Methoden
der Raumerfahrung
Raumerfahrung im
Mikrokosmos der Musik
Raum-Zeit-Integration
in der Musik
Raum-Zeit-
Verschmelzung durch Integration der musikalischen Räume
Das integrierte Spiel
von Raum und Zeit
Das Potential
des Tonkünstlers
Die Verbindung von
Rhythmus und Tonalität
Der Erkenntnisbereich
der belebten Stille
Der Kern der
praktischen Tonkunst
Konventionelle und
moderne Reproduktions-
maschinerie
science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony