Identifikation
der Kräftefelder
der Musik
Die musikalisch-
kompositorischen Phasensprünge
Zeit
und Raum:
gemeinsame Herrscher über
die Unendlichkeit
der Musik
Aber auch wenn ein Ton sich mit einem Motiv oder ein Motiv sich mit einer Sequenz identifizieren, tritt das Gefühl der Raum-Zeit-Verschmelzung in den Vordergrund unserer musikalischen Erkenntnis und verbindet sich mit unserer Erfahrung ursprünglichster geistig-seelischer Belebung.
Dies sind kompositorisch-musikalische Phasensprünge, durch die ein Schwebezustand in der Gefühlswelt, in der Verstandeswelt sowie zwischen Gefühls- und Verstandeswelt hervorgerufen wird.
Hier heben sich entgegengesetzte Kräfte gegenseitig auf; hier hebt sich die Bedeutung von Gegensätzlichem auf; hier liefern die vielgestaltigen Gegensatzpaare ein Erscheinungsbild der Vielfalt auf der Ebene der Einheit; hier erleben wir auf der Ebene unseres Verstandes und unseres Gefühls immer wieder vollständige Stille.
Aus dieser tiefen Stille heraustretend, werden wir vom lebensspendenden Quell vollständiger musikalisch-schöpferischer Erfülltheit durchdrungen.
In der Musik ist die Zeit der große Partner des Raumes.
Dabei sind Raum und Zeit so innig miteinander verbunden, daß sie immer gemeinsam auftreten.
In der klassischen Komposition lebt die Raum-Zeit-Verbindung als das verspielte Miteinander zweier füreinander geschaffener Naturen, die mit sicherem Griff gemeinsam die Unendlichkeit beherrschen.