PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil VII
Teil VII
RAUM UND ZEIT IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Der Blick des
Hörers in die
musikalische Evolution

 

 

 

 

 


Der Kern
der musikalischen
Zauberwirkung

 

 

 

 


Rhythmus als
Mittel zur
Verherrlichung
der Tonalität



Tonalität als Mittel zur Verherrlichung
des Rhythmus

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
VII.
RAUM UND ZEIT
IN DER MUSIK
Raumvorstellungen
in der Musik
Die beiden Methoden
der Raumerfahrung
Raumerfahrung im
Mikrokosmos der Musik
Raum-Zeit-Integration
in der Musik
Raum-Zeit-
Verschmelzung durch Integration der musikalischen Räume
Das integrierte Spiel
von Raum und Zeit
Das Potential
des Tonkünstlers
Die Verbindung von
Rhythmus und Tonalität
Der Erkenntnisbereich
der belebten Stille
Der Kern der
praktischen Tonkunst
Konventionelle und
moderne Reproduktions-
maschinerie
Der Erkenntnisbereich
der belebten Stille



Und hier ist der Platz der Er­kennt­nis brin­gen­den Stil­le er­reicht, von dem aus der Künst­ler recht­schaf­fen tä­tig Mu­sik macht – zum ei­ge­nen Woh­le ge­nau­so wie zum Woh­le sei­nes Hö­rers; zum ei­ge­nen Woh­le in­so­fern, als die­se Art der na­tür­li­chen Kre­a­ti­vi­tät im Künst­ler selbst ein Her­auf­strö­men in­ne­rer Glück­se­lig­keit be­deu­tet; zum Woh­le des Hö­rers in­so­fern, als auch bei die­sem die Er­fah­rung sol­cher na­tür­li­cher in­ner­mensch­li­cher Ak­ti­vi­tät her­vor­ge­ru­fen wird, die Glück und Freu­de schafft.

Da­mit ge­lingt dem Hö­rer ein Blick in das Po­ten­ti­al der na­tür­li­chen in­ner­mensch­li­chen Evo­lu­ti­on, und bei ihm er­wacht dann na­tür­li­cher­wei­se der Wunsch, die­ses glücks­spen­den­de Feld des Le­bens selbst in den Griff zu be­kom­men.

Die­ser Aus­gangs­punkt in­ner­mensch­li­cher Kre­a­ti­vi­tät, bei wel­chem To­na­li­tät und Rhyth­mus zur Ein­heit ver­schmol­zen sind, ist der Be­ginn der Mu­sik über­haupt.

Die­ser An­fang ohne En­de wird durch die mu­si­ka­li­sche In­te­gra­tion des un­be­grenz­ten Rau­mes mit der un­end­li­chen Zeit in das Be­wußt­sein des Hö­rers ge­ho­ben, und es wird ein geis­ti­ger Schwe­be­zu­stand er­reicht: Aus­druck zwei­fa­cher Un­be­grenzt­heit.

Hier liegt der Kern für die Lie­be des Men­schen zur Mu­sik – für die Lie­be des Men­schen zum Le­ben.

Des­halb ist der Rhyth­mus kei­nes­falls das Mit­tel zur iso­lier­ten zeit­li­chen Struk­tu­rie­rung ei­ner Kom­po­si­ti­on; son­dern die­ser so­eben ge­schil­der­ten, sehr viel an­spruchs­vol­le­ren, um­fas­sen­de­ren Be­trach­tens­wei­se zu­fol­ge ist der Rhyth­mus das ein­zi­ge ge­rech­te Mit­tel zur Ver­herr­li­chung des Rau­mes.

Um­ge­kehrt ist die To­na­li­tät kein iso­lier­ter mu­si­ka­li­scher Pa­ra­me­ter, son­dern das ein­zi­ge ge­rech­te Mit­tel zur Ver­herr­li­chung der Zeit.

So er­klärt sich mu­si­ka­lisch der Sinn für die in­ni­ge Ver­bin­dung von Raum und Zeit.




                                                                                 

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 


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