Der
unlebendige,
undynamische Ton
Lauter Grundton,
leise Oberwellen
Die Grenzen
der herkömmlichen
Instrumental- charakteristik
Jenseits
der subtilen,
künstlerischen Musikleistung
Da im herkömmlichen Instrumentengebrauch der Grundton wesentlich lauter erklingt als die mit diesem verbundenen und auf diesem aufgebauten Obertöne, vernachlässigt unser Unterscheidungsvermögen das Oberwellenspektrum gegenüber dem Grundton, und wir machen niemals die deutliche Erfahrung des Oberwellenmusters die Erfahrung der eigentlichen Welt des musikalischen Tonraums.
Vergleichsweise mag man sich vorstellen, vor einer laut tönenden Schiffssirene zu stehen, neben der gleichzeitig aus einem Radio leise Musik erklingt: man erkennt die Musik im Radio nicht mehr als solche, sondern man hört nur eine leichte Färbung des Schiffssirenentons.
Diese Art Sirenen-Radio-Gemisch nennen wir in der herkömmlichen Instrumentenpraxis „den Klang eines Instruments“, und die jeweilige Klangfarbe der Instrumentalcharakteristik ergibt sich in unserem Beispiel für uns Hörer aus der jeweiligen Radiosendung.
Eine solche Instrumententechnologie ist von der wirklichen Beherrschung eines Instruments ebensoweit entfernt wie das genannte Sirenen-Radio-Gemisch von einem subtilen, künstlerischen Musikereignis.
Zudem erkennt der Hörer die einzelnen Oberwellen überhaupt nicht als räumlich voneinander getrennt, und so verpaßt er die Raumerfahrung schon im Ansatz.