Das
substantielle
ganzheitliche Beleben der Musik
Die Instrumental-
charakteristik im
Prozeß des Werdens
Belebung des
Oberwellen- spektrums
Der
zusammen-
gepreßte Ton
Machtergreifung des Tons im
akustischen Raum
Innere
Belebung
des Tons
Die zweite
Dimension
der Komposition
im Ton
Was im Verfahren der Dynamischen Raumstereophonie geschieht, entspricht in diesem Vergleich dem Nähren der Wurzel und damit dem substantiellen ganzheitlichen Beleben des Baumes der Musik.
So wie in der herkömmlichen Musik die Instrumental-charakteristiken als eindeutige Klangfarben erschienen was auf die Fixiertheit der Oberwellenspektren unserer konventionell kraftlos benutzten Instrumente zurückzuführen war , so erscheinen nun die verschiedensten Klangfarben in plastischen Formen.
Wie im Raume aufgespannt, bewegt sich gleichsam atmend das Oberwellenspektrum und verfügt über ein Eigenleben, das man bisher nicht für möglich hielt.
Als Beispiel kann man sich hier einmal vorstellen, daß man einen Blumenstrauß so weit wie möglich zusammenpreßt, bis er fast punktförmig erscheint.
Dann kann man Farben kaum noch unterscheiden geschweige denn eine räumliche Struktur erkennen.
Diesem Fall entspricht der konventionelle Instrumentalklang.
Gleichsam das Umgekehrte geschieht in der Dynamischen Raumstereophonie.
Die sogenannte Instrumentalcharakteristik des einzelnen Instrumentalklanges, der fixierte Ton zum Beispiel einer Violine, wird an den einzelnen Oberwellen des Violintons im Raume aufgespannt, wobei der Violinton in seine Oberwellen zerlegt wird und die einzelnen Oberwellen ihren jeweiligen Platz an verschiedenen Punkten des akustischen Raumes erhalten.
Dies alleine wäre aber nur wie eine plastischere Gestaltung dessen, was tot ist.
Man „haucht“ also jetzt noch diesem Violinton „Leben ein“.
Hierzu werden die einzelnen Oberwellen des Violintons miteinander in eine spielende Bewegung versetzt, wie wir das auch vom Lauf der Gestirne her kennen.
So entsteht eine neue Welt der Komposition in der Innenwelt des Tons im Mikrokosmos der Musik.
Hier werden vom Muster der kompositorischen Logik gesteuert die einzelnen Töne der Oberwellen so miteinander im Raume verwoben, vergrößert, verkleinert, vergröbert, verfeinert, daß eine neue, innere Komposition die alte, äußere Komposition von innen her durchwirkt und gestaltend belebt.