Einblick
des
Hörers
in das Innenleben
des musikalischen
Tonraums
Subtile
Dimension
der Tondichtung
Die musikalischen
Gestaltungsmittel von Raum und Zeit
Herrschaft über
die Entstehung
von Raum und Zeit
in der Musik
Der Abstand
des Hörers
zu den lebendigen
Elementen
des musikalischen
Universums
Das musikalische
Feld
des Unbelebten
Die akustisch-
geistige Entfernung
des Hörers
vom musikalischen
Tonraum
Einzig und allein dieser innere Einblick in den vielfältig belebten musikalischen Tonraum ist es, der dem Hörer die wirkliche Welt der Musik zu eröffnen vermag.
Die enorme Wichtigkeit dieses nach innen sich entfaltenden Mikrokosmos des musikalischen Tonraums wurde von der musikwissenschaftlichen Fachwelt bisher überhaupt nicht erkannt obwohl gerade diese subtile Dimension der Tondichtung in der Musik dem Virtuosen die Beschreibung des Lebens erst ermöglicht.
Der Abstand der Oberwellen untereinander ist das Gestaltungsmittel des Raumes, und der Rhythmus, in dem die Oberwellen den musikalischen Tonraum strukturieren, ist das Gestaltungsmittel der Zeit.
So ist im Mikrokosmos der Musik die rhythmische Struktur der Zeit und die Intervallstruktur dem Raum zugeordnet.
Im groben äußeren Makrokosmos der Komposition sind Rhythmus und Intervall nicht in der Lage, Raum und Zeit befriedigend auszudrücken und im Innern des Hörers ein integriertes Raum-Zeit-Verhältnis wirklichkeitsgetreu abzubilden.
Hierzu bedarf es der kompositorischen Macht über den Mikrokosmos der Musik, dem instrumentellen Beherrschen der Oberwellenmechanik der Welt der feinen Töne , welche aufgrund ihres hohen Energiegehaltes bei uns Hörern die innere Vorstellungskraft unmittelbar berühren.
Würde man unser Sonnensystem von einem anderen Sonnensystem aus mit gestalterischen Überlegungen betrachten, so könnte man aufgrund der riesigen Entfernung vielleicht nur die Planetenbahnen erkennen nicht jedoch das Lebendige selbst; denn bei diesen Entfernungen haben sich die lebendigen Elemente unseres Universums dem Blick des Betrachters entzogen.
Im Bereich der Musik finden wir den entsprechenden Fall beim Betrachten des üblichen Instrumentaltons, welchen der konventionell geschulte perfekte Instrumentalist heute routinemäßig produziert.
Aufgrund der konventionellen instrumentenorientierten Tonerzeugung wird die akustisch-geistige Entfernung des Hörers zum musikalischen Tonraum, zum einzelnen Ton, so groß, daß dem Hörer nicht einmal die Idee kommt, in diesem Instrumentalton eine eigene belebte Welt zu vermuten, so wie man sich von dem anderen Sonnensystem aus gesehen auch nicht vorstellen kann, daß unsere kleine Erde für die Einzelschicksale so vieler Menschen Platz hat.