PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil IX
Teil IX
DIE ORDNUNGSSYSTEME IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Synthese von
Motiv- und
Sequenztechnik

 

 

 

 

 

 


Die musikalischen
Ordnungen
der Macht

 

 

 


Die musikalische
Allmacht
der Harmonie

Musikalische Verwandtschaftsverhältnisse



Die Welt der mu­si­ka­li­schen Ord­nun­gen be­in­hal­tet in den Ord­nun­gen ih­rer To­na­li­tä­ten eben­so kla­re Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis­se zwi­schen den Tö­nen, wie wir sie in den so­zia­len Struk­tu­ren von uns Men­schen ken­nen.

In der Me­lo­die be­schreibt die Mo­tiv­tech­nik das Zu­sam­men­le­ben des ein­zel­nen mit sich selbst, und die Se­quenz­tech­nik be­schreibt das Zu­sam­men­le­ben des ein­zel­nen mit an­de­ren Mit­glie­dern der Ge­sell­schaft.

Aus der Syn­the­se von Mo­tiv- und Se­quenz­tech­nik er­gibt sich dann in der Hö­he voll­kom­me­nen Kom­po­nie­rens ei­ne In­te­gra­tion von in­di­vi­du­el­lem und so­zia­lem Le­ben, so daß in die­ser voll­kom­me­nen mu­si­ka­li­schen Dar­stel­lung vom In­di­vi­du­um aus nicht nur sein in­di­vi­du­el­les, son­dern gleich­zei­tig auch das so­zia­le Le­ben voll aus­ge­schöpft wer­den.

Die Se­quen­zen be­stim­men die klei­nen bis gro­ßen, die fa­mi­li­ä­ren bis völ­ki­schen und die noch grö­ße­ren so­zia­len Ord­nun­gen der Mo­ti­ve; sie ge­ben den in­di­vi­du­el­len Mo­ti­ven die Fül­le aus der Welt der Un­be­grenzt­heit – aus der Un­end­lich­keit der Har­mo­nie; denn die Se­quen­zen sind der viel­fäl­ti­ge Aus­druck der Har­mo­nie, des ei­nen gro­ßen Va­ters al­ler Mo­tiv­kin­der, wel­cher in den Se­quenz­wel­ten in viel­fäl­ti­ger müt­ter­li­cher Ge­stalt er­scheint – als die gro­ße, lie­be­vol­le Füh­re­rin der Mo­ti­ve auf dem gro­ßen We­ge ih­rer in­di­vi­du­el­len Ent­fal­tung.

Hier ver­deut­licht die Kom­po­si­tion in der Viel­falt ih­rer Ord­nun­gen doch nur die in­ne­re All­macht der ei­nen gro­ßen Har­mo­nie, wel­che al­len Se­quen­zen, al­len Me­lo­dien, al­len Mo­ti­ven und al­len Tö­nen, aber auch al­len Ton­räu­men zu­grun­de­liegt und wel­che für das gan­ze mu­si­ka­li­sche Ge­sche­hen nichts an­de­res ist als das viel­fäl­ti­ge Spiel in sich selbst und mit sich selbst – für den auf­merk­sa­men Hö­rer die Mu­sik selbst.


 

 

                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
IX
DIE ORD­NUNGS­SYS­TE­ME IN DER MUSIK
Tonalität
Verschiedenheiten
der Erkenntnis
im Spiegel der Sprache
Anfänge der
Musikgeschichte
Die Neutöner
des 20. Jahrhunderts
im Intervallbereich
Vordringen zum
transzendentalen Spiel
der Musik
Musikalische Einsicht
in die Kultur der Völker
Musikalische Verwand-
schaftsverhältnisse
Der musikalische Weg
zur Selbsterkenntnis
Homophonie
Polyphonie
Der Kontrapunkt
Die dreifache
vollkommene Gestalt
der Harmonie
Die Verwandtschaften
in der Musik
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intelligence                  creativity                     harmony