PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil IX
Teil IX
DIE ORDNUNGSSYSTEME IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Der Symbolwert
des musikalischen
Motivs

 

 

 

Der individuelle
Lebensweg
in der
musikalischen Form


Die inneren Regeln
der Motiventfaltung

 

 

Die umfassende
Kraftquelle
der Musik

 

Die große Seele
der Komposition

Die dreifache vollkommene Gestalt
der Harmonie



Das mu­si­ka­li­sche Mo­tiv sym­bo­li­siert ein In­di­vi­du­um und ver­kör­pert da­bei auch ei­ne ganz be­stimm­te her­vor­ra­gen­de Qua­li­tät.

Wenn das Mo­tiv sich hin zur Me­lo­die ent­fal­tet, dann ent­fal­tet sich die­se ei­ne be­son­de­re, her­vor­ge­ho­be­ne Cha­rak­ter­ei­gen­schaft zur Viel­falt vie­ler Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten – erst ver­wand­ter, dann we­ni­ger ver­wand­ter und schließ­lich so­gar ent­ge­gen­ge­setz­ter Ei­gen­schaf­ten.

Die­se in­di­vi­du­el­le Ent­fal­tung von Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, die von ih­rer Na­tur her die räum­li­che Di­men­si­on der Mu­sik fül­len, ge­schieht in der Zeit, und die­se zeit­li­che Aus­deh­nung nen­nen wir „den Le­bens­weg des ein­zel­nen“ – und er wird mu­si­ka­lisch in der Ent­wick­lung der Me­lo­die dar­ge­stellt.

Wie vom Po­ten­ti­al der Sip­pe ge­lei­tet und in die Ge­set­ze der Sip­pe ein­ge­schlos­sen, so ent­fal­tet sich un­ter der Schirm­herr­schaft der Se­quenz als der Sip­pen­äl­tes­ten das Mo­tiv zur Me­lo­die.

Da­bei stellt die Se­quenz­tech­nik die in­ne­ren Re­geln dar, nach de­nen die Sip­pe lebt.

Die Sip­pen­kraft, al­so die Se­quenz, wird wie­der­um zu­sam­men­ge­hal­ten von der Har­mo­nie als der um­fas­sen­den Kraft­quel­le des Stam­mes, und die Stam­mes­re­geln, die sich in der Har­mo­nik wi­der­spie­geln, sind der Ur­grund, aus dem auch die Se­quenz­tech­nik ih­re Ge­set­ze ent­lehnt.

So be­stimmt die Har­mo­nie als die gro­ße See­le der Kom­po­si­tion in der sub­jek­ti­ven Sphä­re der Mu­sik von in­nen her­aus über Har­mo­nik, an­ge­wand­te Har­mo­nik, über Se­quenz, Se­quenz­tech­nik und an­ge­wand­te Se­quenz­tech­nik und wei­ter über Mo­tiv, Mo­tiv­tech­nik und an­ge­wand­te Mo­tiv­tech­nik das ge­sam­te mu­si­ka­li­sche Ge­sche­hen bis in die äu­ße­re Welt des mu­si­ka­li­schen Ton­raums – bis in je­ne ob­jek­ti­ve Sphä­re der Mu­sik.

Da­bei zeigt sich die Har­mo­nie in ih­rer drei­fa­chen voll­kom­me­nen Ge­stalt: in der al­les ver­bin­den­den Ge­stalt der Har­mo­nie selbst, das be­deu­tet: in der Ge­stalt der in­ne­ren Schön­heit der Mu­sik; so­dann of­fen­bart sie sich über die Har­mo­nik in der Ge­stalt ih­rer in­ne­ren Macht – aus­ge­drückt in der na­tür­li­chen, müt­ter­li­chen Herr­schaft der Se­quenz –, und schließ­lich er­öff­net sie sich über die an­ge­wand­te Har­mo­nik in Ge­stalt der schöp­fe­ri­schen Viel­falt der Mo­ti­ve.


 

 

                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
IX
DIE ORD­NUNGS­SYS­TE­ME IN DER MUSIK
Tonalität
Verschiedenheiten
der Erkenntnis
im Spiegel der Sprache
Anfänge der
Musikgeschichte
Die Neutöner
des 20. Jahrhunderts
im Intervallbereich
Vordringen zum
transzendentalen Spiel
der Musik
Musikalische Einsicht
in die Kultur der Völker
Musikalische Verwand-
schaftsverhältnisse
Der musikalische Weg
zur Selbsterkenntnis
Homophonie
Polyphonie
Der Kontrapunkt
Die dreifache
vollkommene Gestalt
der Harmonie
Die Verwandtschaften
in der Musik
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intelligence                  creativity                     harmony