PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil X
Teil X
WISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGEN DER MUSIKÄSTHETIK
    
    
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MUSIK
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Der konzentrierte
Fluß der
Kreativität
in der Musik

 

 

 

 

 

 

 

 



Der Begriff
"komponieren"

 

Der Schaffensprozeß aus der Einheit

 

 


Beginn und Ende
der musikalischen
Tat

Analyse des
musikalischen Schaffensprozesses



Der Vor­gang des Den­kens läßt sich durch­aus mit dem Wachs­tum ei­nes Bau­mes ver­glei­chen.

Nach­dem der Kom­po­nist näm­lich in sei­nem Geis­te ei­ne voll­kom­me­ne mu­si­ka­li­sche Grund­idee wie die in­ne­re Struk­tur ei­nes Sa­men­korns auf der Ebe­ne der Har­mo­nie er­kennt, schafft er in le­ben­di­gem Ge­dan­ken­fluß von der Ebe­ne die­ser rei­nen, äu­ßerst ver­dich­te­ten Er­kennt­nis her lü­cken­los den le­ben­di­gen Baum sei­ner mu­si­ka­li­schen Kom­po­si­tion – bis hin zu den Blät­tern und Blü­ten –, und er ach­tet mit gro­ßer Selbst­dis­zip­lin dar­auf, daß der na­tür­li­che kon­zen­trier­te Fluß sei­ner Kre­a­ti­vi­tät nicht un­ter­bro­chen wird; denn sonst müß­te die Kom­po­si­tion au­gen­blick­lich aus­ein­an­der­fal­len – so wie ein Baum au­gen­blick­lich zu ver­trock­nen an­fängt, wenn ihm kei­ne Nah­rung mehr zu­ge­führt wird.

„Auch in meiner Instrumentalmusik
habe ich immer das Ganze vor Augen.“
Beethoven

Der Be­griff „kom­po­nie­ren“ er­klärt vom Wor­te her ge­ra­de­zu das äu­ße­re Zu­sam­men­fü­gen von Ele­men­ten zu ei­nem ver­meint­li­chen Gan­zen und steht der schöp­fe­ri­schen Wirk­lich­keit di­rekt ent­ge­gen.

Der wirk­li­che Ton­künst­ler schafft aus der Ein­heit sei­ner in­ne­ren le­ben­di­gen Er­kennt­nis die be­leb­te Viel­falt sei­ner mu­si­ka­li­schen Aus­sa­ge.

Die voll­stän­di­ge Wahr­heit über die Ent­ste­hung von Mu­sik im In­nern des Ton­dich­ters er­weist sich so bei nä­he­rer Be­trach­tung als sehr viel um­fas­sen­der als bis­her an­ge­nom­men, und die Me­lo­die ist kei­nes­wegs das ers­te, was in sei­nem Geis­te ent­steht, son­dern ge­ra­de­wegs das letz­te.

Das En­de der in­ne­ren mu­si­ka­li­schen Tat wur­de bis­lang als der Be­ginn des Mu­sik­schaf­fens an­ge­se­hen.
Und an die schwach im in­ne­ren Ohr ver­nom­me­nen Tei­le des un­be­kann­ten Gan­zen soll­te ei­ne ge­wis­se to­le­rier­te Kom­po­si­ti­ons­struk­tur „an­ge­hängt“ wer­den, die dann den Ein­druck ei­ner Ge­samt­heit zu si­mu­lie­ren hat­te.
„Die Kunst ist eine Vermittlerin
des Unaussprechlichen.“
Goethe



 

                                                                                 

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
X.
WISSENSCHAFTLICHE
GRUNDLAGEN
DER MUSIKÄSTHETIK
Das Bild
der
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Die Verkörperung
der Harmonie
Motivation
und Verantwortung

des Musikers
Umkehrung
der Wirklichkeit
des Musikschaffens
Analyse
des musikalischen
Schaffensprozeß
Musiktheorie
Das natürliche Potential
des wirklichen Künstlers
Synthese der
künstlerischen und

kulturellen Leistung
der Musik
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