Der
musikalisch-
künstlerische Zweck
Allgemein- menschliche Einsicht
des praktizierenden
Musikers
Die Begegnung
des Hörers mit der
Unendlichkeit
Der vollkommene
Musikhörer
Die unendliche
Leistung
in der Tonkunst
Der unendliche
Prozeß der
vollkommenen musikalischen Integration
Der
musikalische
Weg der
menschlichen Selbsterkenntnis
Die kulturelle
Leistung der Musik
Der musikalisch-künstlerische Zweck entspringt aus dem natürlichen Potential des Künstlers,
Der praktizierende Musiker muß also nicht nur über tiefe Erkenntnis verfügen und diese seinen Mitmenschen zugänglich machen, sondern er muß auch sehr genau wissen, was sein Nächster wirklich braucht nicht, was dieser oberflächlich will , und dabei muß er zunächst wissen, wo sein Nächster geistig beheimatet ist.
Lebt sein Nächster mit Gefühl und Verstand nicht in der Unendlichkeit, so muß der Künstler ihm erst einmal einen Geschmack von dieser Wirklichkeit geben und ihn zum sicheren Erlangen unbegrenzter Bewußtheit inspirieren.
Ist der Musikhörer bereits im Unendlichen gegründet, so muß der Künstler ihm die Vielfalt eines Lebens in Unbegrenztheit verherrlichen.
Im ersten Falle das heißt, wenn der Künstler verpflichtet ist, den begrenzt denkenden Hörer zum Unbegrenzten zu inspirieren muß die hervorgebrachte Komposition einen dauernden Fluß vom Begrenzten zum Unbegrenzten darstellen.
In einer solchen Komposition werden sich die Motive laufend zu Melodien entfalten und dabei von der unendlichen Melodieführung systematisch in die unbegrenzte lebendige Stille hineingeleitet.
Auf ihrem Lebensweg werden sich die Melodien deshalb zu Sequenzen umwandeln, und die Sequenzen werden schließlich die unendlich vielfältige Gestalt der Harmonie selbst annehmen.
So wird sich der konkrete musikalische Tonraum, wie wir ihn mit dem inneren Gehör erfassen, in einer solchen Komposition fließend verfeinern, und dabei wird er schrittweise umgewandelt in das Erscheinungsbild unseres menschlichen Gewissens.
Von hier aus erst vermag die Komposition im Musikliebhaber die Welt der Stille zu beleben, und der Hörer erkennt seine eigene innerste Vielfalt, seine innerste vielfältige Gestalt: er erkennt die Harmonie selbst.