Grenzen
der
konventionellen Musikwissenschaft
Die ganzheitliche
Erkenntnisstruktur des Fachbereichs
Musik
Musikwissenschaft behandelt das geordnete systematische Wissen über Musik.
Daß der Begriff „Musikwissenschaft“ heute so eng gefaßt wird, ist nur Ausdruck der Tatsache, daß die kompositorische Wirklichkeit der Musik durch das Interpretentum überwuchert wurde, und daß deshalb die Ursprünglichkeit der musikalischen Aussage und in ihr das wirkliche Wissen über Musik die analysierende Fachwelt gar nicht mehr erreicht.
Musikwissenschaft betrifft den Ursprung der Musik, das Wesen der Musik, sodann die musikalischen Ordnungen und die in diesen Ordnungen sich bewegenden Parameter, außerdem die musikalischen Mittel sowie das musikalische Ziel und das Verfahren der künstlerisch-kulturellen Rückkopplung nicht zu vergessen: das Leben des Künstlers selbst, sein kreatives Vermögen, aber auch den allgemeinen Aspekt der Kreativität.
Darüber hinaus betrifft die Musikwissenschaft den Prozeß der innermenschlichen Evolution, die Struktur und die Funktion der individuellen Persönlichkeit und ein klares Wissen über den Ursprung des Musikschaffens im Unterschied zum Wissen über den Ursprung der Musik und wiederum im Unterschied zur äußeren peripheren Musikgeschichte.
Die Musikwissenschaft behandelt aber auch den natürlichen Auftrag des Tonkünstlers, das Verantwortungsbewußtsein des Musikers und dann schließlich auch den ganzen Bereich der verantwortungsvollen Musikausbildung und Musikerziehung.
Diese Kraft stellt für uns das Bindeglied zur höchsten Macht des Weltalls dar, von dem wir alle ein Teil sind. Wäre es nicht so, könnten wir uns nicht in Verbindung damit versetzen. Wer dies zu tun vermag, wird inspiriert.“