PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil XI
Teil XI
DIE ORDNUNGSSYSTEME IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Das wirklichkeits-
getreue,
soziologische Beschreibungsfeld der Musik

 

 

 


Die Dimension
der soziologischen
Musikwelt

 

 



Die ursprüngliche
Soziologie
der Musik

 

 

Soziologische Ordnungen des
musikalischen Mikrokosmos
in der Anwendung

Das Phänomen
der Dissonanz

 

 


Das natürliche
Erkenntnis- vermögen für
musiksoziologische Ordnung

Die Soziologie der Musik



Die So­zi­o­lo­gie der Mu­sik be­trifft die ver­wandt­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen der Ober­wel­len ei­nes To­nes ge­nau­so­gut wie die der Mo­ti­ve un­ter­ein­an­der, der Me­lo­dien un­ter­ein­an­der und Se­quen­zen un­ter­ein­an­der.

Sie be­trifft aber auch die ver­wandt­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen zwi­schen Ober­wel­len, Mo­ti­ven und Se­quen­zen.

Da­bei ent­spricht die So­zi­o­lo­gie der Mu­sik der Ord­nung in­ner­mensch­li­cher, aber auch äu­ßer­lich mensch­li­cher so­zia­ler Ver­hält­nis­se, die sie mit den ge­nann­ten Pa­ra­me­tern wirk­lich­keits­ge­treu be­schreibt.

Wie weit ei­ne sol­che Be­schrei­bung der So­zi­o­lo­gie auf der Ober­flä­che ge­hen kann, zeigt die hie­rar­chi­sche Struk­tu­rie­rung der klas­si­schen Mu­sik bis hin zur Dik­ta­tur der Mas­se in der Zwölf­ton­mu­sik, in der al­le Tö­ne der Ton­lei­ter und de­ren Pa­ra­me­ter (Ton­hö­he, Ton­dau­er, Laut­stär­ke usw.) den glei­chen Wert ha­ben und so in der se­riel­len Kom­po­si­ti­ons­tech­nik – der per­fek­ti­o­nier­ten Zwölf­ton­mu­sik – mit Hil­fe von Re­chen­ope­ra­tio­nen wie Schab­lo­nen ein­ge­setzt wer­den.

Im Be­reich des in­ne­ren Hö­rens, aber auch in der Phy­si­o­lo­gie der äu­ße­ren Mu­sik­in­stru­men­te be­grün­det, gibt es fes­te na­tur­ge­ge­be­ne Ton­raum­ord­nun­gen, die bei sys­te­ma­ti­scher Er­for­schung auf ei­ne na­tur­ge­ge­be­ne So­zi­o­lo­gie der Mu­sik schlie­ßen las­sen, weil sie sich in fes­ten ver­wandt­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen der Tö­ne un­ter­ein­an­der, aber auch der Ton­räu­me un­ter­ein­an­der aus­drü­cken.

Die­se na­tür­li­chen so­zi­o­lo­gi­schen Ord­nun­gen des Ober­wel­len­spek­trums fin­den bei den gro­ßen Ton­künst­lern An­wen­dung im Mak­ro­kos­mos ih­rer Mu­sik – in der äu­ße­ren Struk­tur ih­rer Kom­po­si­tio­nen – und las­sen sich dort leicht ana­ly­tisch er­ken­nen und nach­wei­sen.

Da­bei ist zu be­mer­ken, daß ei­ne äu­ße­re Ab­wei­chung von der na­tur­ge­ge­be­nen in­ne­ren Ord­nung der Mu­sik beim Hö­rer den Ein­druck ei­ner Dis­so­nanz her­vor­ruft – ei­nes Phä­no­mens, wel­ches ein Aus­ein­an­der­klaf­fen von Mak­ro­kos­mos und Mi­kro­kos­mos der Mu­sik an­zeigt und je­weils dann auf­tritt, wenn die Lo­gik des Mak­ro­kos­mos sich von der Lo­gik des Mi­kro­kos­mos ent­fernt hat.

Die Tat­sa­che, daß wir ei­ne Dis­so­nanz so un­mit­tel­bar er­ken­nen, be­stä­tigt, daß in­ner­halb un­se­res ei­ge­nen geis­ti­gen Er­ken­nungs­ver­mö­gens schon ein Be­wußt­sein für die Har­mo­nie als Ord­nungs­prin­zip von Mu­sik vor­han­den ist, und daß wir so­mit über ein fest ein­ge­bau­tes mu­si­ka­li­sches geis­tig-see­li­sches Er­ken­nungs­ver­mö­gen für so­zi­o­lo­gi­sche Ord­nung ver­fü­gen.




                                                                                

 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
XI.
MUSIKWISSENSCHAFT
Das Feld der
Musikwissenschaft
Der innere Atem
der Musik
Die Funktion des inneren Atems in der Musik
Der naturwissenschaftliche Aspekt der Musik
Das vollkommene musikalische Beschreibungsbild
Das zweifache System
der Musikanalyse
Der geistes-
wissenschaftliche
Aspekt der Musik
Der wahre
Wissenschaftsbereich
der Musik
Die Soziologie der Musik
Die Ökologie der Musik
Die Physik der Musik
Die Physiologie
der Musik
Die Ökonomie der Musik
Musikkritik
Tanz in der Musik
science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony