PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil XI
Teil XI
DIE ORDNUNGSSYSTEME IN DER MUSIK
    
    
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MUSIK
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Ziel der
Musikkritik



Mittel der
Musikkritik

 

 

 


Anregung des
musikalisch- analytischen Denkens

 

Gute Musikkritik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anforderungen an
den Musikkritiker





Das Fundament
erfolgreicher Musikkritik

Musikkritik



Mu­sik­kri­tik ist das kri­ti­sche Rin­gen um die in der Mu­sik ver­bor­ge­nen Er­kennt­nis­se.

Ziel der Mu­sik­kri­tik ist es, das In­te­res­se ei­nes Le­sers an ei­nem Mu­sik­werk zu we­cken oder zu ver­tie­fen be­zie­hungs­wei­se das all­ge­mei­ne In­te­res­se an der Mu­sik im Vol­ke wach­zu­hal­ten.

Als Mit­tel ih­rer kri­ti­schen Un­ter­su­chung be­nutzt die Mu­sik­kri­tik das Wort in ge­schrie­be­ner oder ge­spro­che­ner Form.

Die Hin­der­nis­se, die sich die Mu­sik­kri­tik da­mit selbst in den Weg legt, be­ste­hen dar­in, daß das tö­nen­de Mu­sik­er­eig­nis oder so­gar die Mu­sik selbst mit den Wor­ten un­se­rer Um­gangs­spra­che nur vage um­schrie­ben, kei­nes­falls aber be­frie­di­gend dar­ge­stellt wer­den kön­nen.

Im­mer­hin kann der ur­teils­fä­hi­ge Mu­sik­kri­ti­ker durch das mit Be­deu­tung be­la­de­ne Wort den Mu­sik­hö­rer auf ge­wis­se Ele­men­te ei­nes Mu­sik­wer­kes auf­merk­sam ma­chen, so des­sen mu­si­ka­lisch-ana­ly­ti­sches Den­ken et­was an­re­gen und ihm in die­ser Wei­se den Zu­gang zur mu­si­ka­li­schen Wahr­heit er­leich­tern.

Gu­te Mu­sik­kri­tik be­schreibt mit Wor­ten in kla­rer und sehr sen­si­bler Wei­se die in­ne­re Welt des mu­si­ka­li­schen Ton­raums – sei es in be­zug auf ein Mu­sik­werk all­ge­mein oder sei es in be­zug auf das Ge­lin­gen ei­ner spe­zi­el­len Mu­sik­auf­füh­rung.

Vom Mu­sik­kri­ti­ker selbst er­for­dert des­halb die Mu­sik­kri­tik ein ho­hes Maß an Selbst­dis­zip­lin; denn der Kri­ti­ker be­nö­tigt nicht nur ei­ne be­acht­li­che mu­si­ka­lisch-fach­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, son­dern auch ei­ne völ­lig neu­tra­le mensch­li­che Hal­tung ge­gen­über dem Be­schrie­be­nen.

Je­de Art emo­tio­na­ler Ausbrüche, ob po­si­tiv oder ne­ga­tiv, ist mei­len­weit von wah­rer Mu­sik­er­kennt­nis ent­fernt.

„Die Wahrheit soll man sagen
und dabei nicht viel Worte machen.“
Demokrit

Im wirk­li­chen Er­fas­sen – und Er­ör­tern – von Mu­sik sind Ge­fühl und Ver­stand so stark ko­or­di­niert und so har­mo­nisch mit­ein­an­der ver­wo­ben, daß je­de aus­schließ­lich vom Ver­stand ge­präg­te Un­ter­su­chung, aber auch je­de emo­tio­nal über­la­de­ne Aus­sa­ge den Le­ser ge­ra­de­zu vom we­sen­haft Mu­si­ka­li­schen weg­füh­ren muß.

Im­mer liegt das Fun­da­ment ei­ner er­folg­rei­chen Mu­sik­kri­tik in der tie­fen Lie­be des Mu­sik­kri­ti­kers selbst zur Mu­sik – in sei­nem tie­fen Ver­ste­hen von Mu­sik, in sei­nem kla­ren Wis­sen über den mu­si­ka­li­schen Schaf­fens­pro­zeß und dar­über hin­aus in sei­ner pra­xis­be­zo­ge­nen Kennt­nis der Re­a­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten mu­si­ka­li­scher Ideen.
„Ohne Phantasie keine Kunst,
ja nicht einmal Wissenschaft,
folglich auch keine Kritik.“
Franz Liszt



 

                                                                                 

 
 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
XI.
MUSIKWISSENSCHAFT
Das Feld der
Musikwissenschaft
Der innere Atem
der Musik
Die Funktion des inneren Atems in der Musik
Der naturwissenschaftliche Aspekt der Musik
Das vollkommene musikalische Beschreibungsbild
Das zweifache System
der Musikanalyse
Der geistes-
wissenschaftliche
Aspekt der Musik
Der wahre
Wissenschaftsbereich
der Musik
Die Soziologie der Musik
Die Ökologie der Musik
Die Physik der Musik
Die Physiologie
der Musik
Die Ökonomie der Musik
Musikkritik
Tanz in der Musik
science                         music                            art
intelligence                  creativity                     harmony