PETER HÜBNER – NATÜRLICHES MUSIKSCHAFFEN
Teil XII
Teil XII
MUSIK UND SPRACHE
    
    
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MUSIK
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Die Vollständigkeit des schöpferischen
Selbstgesprächs

 

 


Das konkretisierte Abbild der inneren abstrakten Gestalt

 

 

 


Funktion
des wahren
Tondichters

Die Beteiligung der Sinne
der Wahrnehmung am
Prozeß der Erkenntnisgewinnung



Un­se­re fünf Sin­ne der Wahr­neh­mung – Hö­ren, Füh­len, Se­hen, Schme­cken, Rie­chen – sind an der Er­kennt­nis­ge­win­nung nur mit­tel­bar be­tei­ligt; sie ver­mit­teln dem In­tel­lekt, un­se­rem Er­kennt­nis­or­gan, den spie­le­ri­schen Aus­druck des geis­tig Ge­schaf­fe­nen und ver­voll­stän­di­gen so das Selbst­ge­spräch un­se­res Ich­be­wußt­seins zum Kreis­lauf des Ge­dan­kens, der aus dem Ich­be­wußt­sein ge­schaf­fen wird und wie­der in das Ich­be­wußt­sein ein­geht.

Der Ge­dan­ke wird den er­freu­ten Sin­nen vom Geis­te dar­ge­bo­ten und ist nur das kon­kre­ti­sier­te Ab­bild ei­ner in­ne­ren ab­strak­ten Ge­stalt, ei­ner Idee in der Welt un­se­res Ich­be­wußt­seins.

Von der Ebe­ne sei­nes Ich­be­wußt­seins her er­faßt auch der Mu­si­ker die Syn­the­se von In­halt und Form und drückt die­se Ein­heit in sei­ner Mu­sik aus – als Ein­heit von dem Mu­sik­schaf­fen­den, der ge­schaf­fe­nen Mu­sik und dem Vor­gang des Mu­sik­schaf­fens.

Wir ha­ben frü­her an an­de­rer Stel­le er­klärt, daß ge­ra­de der Ton­dich­ter In­halt und Form so ver­dich­tet, daß die­se bei­den Kom­po­nen­ten nicht aus­ein­an­der­fal­len, da­mit die Mu­sik glei­cher­ma­ßen das Ge­fühl und den Ver­stand des Hö­rers in in­te­grier­ter Wei­se er­reicht.

Wir ha­ben gleich­zei­tig er­klärt, daß dem Mu­si­ker mit sei­nem Mu­sik­in­stru­ment al­len­falls ein Or­gan zur äu­ße­ren Dar­stel­lung des not­wen­di­ger­wei­se vor­her in­nen Ge­hör­ten zur Ver­fü­gung steht.

Und wir ha­ben dar­über hin­aus fest­ge­stellt, daß die Spra­che grund­sätz­lich auch die Di­men­si­on der Mu­sik ist – was be­deu­tet, daß zwi­schen Spra­che und Mu­sik es­sen­tiell kein Un­ter­schied be­steht.


 

                                                                                 

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982

 

 

NATÜRLICHES
MUSIK SCHAFFEN
XII.
MUSIK UND SPRACHE
Sprache
Überlegenheit
der Musik gegenüber
der heutigen Sprache
Grundlagenforschung
Das Sprachorgan
Die Schmiede der
Gedanken
Herrschaft über
gebundene und freie
Schaffenskraft
Die Dimension
der schöpferischen
Entfaltung
Kontrolle über die Welt des Denkens
Inhalt und Form,
Bedeutung und Struktur
Die Beteiligung
der Sinne
der Wahrnehmung
am Prozeß der Erkenntnisgewinnung
Sprache der Musik
Der Sprachgebrauch
unserer Vorfahren
Rückschlüsse aus
den Überlieferungen
Das Vermächtnis
unserer Ahnen
Die von unseren Ahnen
an uns gestellte Aufgabe
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