Bestätigung
neuer Erkenntnisse
in der Musik
Unsere
Ahnen
als Meister der
machtverheißenden Kreativität
Herrscher
über die hohe
Kriegskunst auf
dem Schlachtfelde
des Lebens
Die zeitlose
Beschreibungsart unserer Vorväter
Der musikalische
Wunsch unserer
Generation
Mangelnde
Sensibilität in der
heutigen Sprache
Geringe innere
Vorstellungskraft des ungeschulten
Wachbewußtseins
Der
Verlust
des vollendeten
Sprachgebrauchs
Von der inneren Logik ihrer Sprache her von deren Technologie her finden wir bestätigt, was in diesem Buch über die Musik und auch über die Sprache gesagt wurde, und wir beginnen zu begreifen, warum unsere Ahnen uns mit ihren Überlieferungen so ernst ans Herz gelegt haben, gegenüber den äußeren Wirrnissen der Zeiten unseren inneren freien Gestaltungswillen nie aus unseren Augen zu verlieren und dem Wert der integrierten Persönlichkeit immer den höchsten Rang zuzusprechen.
So wählten unsere Vorväter bei der Überlieferung ihres Wissens beispielsweise auch das Symbol der Schmiede.
Dabei stand die Schmiedekunst als Symbol für jenes innere sprachliche Gestaltungsvermögen, für jenes wahre Vermögen des Dichters, welches für die Beherrschung der inneren und äußeren Welt vorausgesetzt wurde.
Jeder Mensch war verpflichtet, diese innere Kunst zu beherrschen und sich ausgerüstet mit der Schärfe seines Verstandes das Schwert seines Handelns, nämlich den Intellekt, selbst zu schmieden: unter Anleitung desjenigen Meisters, der die hohe Schmiedekunst selbst beherrschte und sie darüber hinaus zu lehren verstand: und der Meister war im Felde der machtverheißenden Kreativität, in der Beherrschung der wirklichen Kriegskunst auf dem Schlachtfelde des Lebens.
Eine solche Persönlichkeit beschreiben unsere Vorväter als mit goldenem Helm, goldener Brünne und goldenem Schwert ausgerüstet wobei der Helm die Herrschaft über den Verstand symbolisiert, die Brünne für die Herrschaft über das Gefühl steht und das Schwert die schöpferische Macht der Selbsterkenntnis bedeutet.
Der goldene Schild war das Zeichen der Sonne, das Symbol für das Ich des Handelnden, welches sein Licht der reinen Erkenntnis von der Ebene der Selbstbewußtheit her in das Feld des Geistes und darüber hinaus in die Welt der Umgebung ausstrahlte.
Wir haben hier nur dieses eine Beispiel benutzt, um grundsätzlich die lebendige symbolhafte, aber durchaus allgemein verständliche zeitlose Beschreibungsart unserer Vorväter vorzustellen und aufzuzeigen, wie weitreichend inspirierend wir ihre Überlieferungen heute ausschöpfen können.
Wir alle gehen täglich mit der Sprache um; aber wir gebrauchen sie nur auf der Ebene simpler kategorischer Bedeutung.
Wir wünschen aber dennoch, unsere Sprache als lebendigen Ausdruck der wahren Dichtkunst unserer Ahnen zu erfassen.
Wenn heute jemand zu einem anderen Menschen in normalem Wachbewußtsein das Wort „Baum“ sagt, so weiß dieser zwar, wovon die Rede ist, aber er hat nicht den lebendigen Eindruck, nicht die lebendige Vorstellung eines ganz speziellen Baumes wie, wenn er diesen wirklich erlebte.
Diese mangelnde innere Vorstellungskraft im Zustand des Wachbewußtseins ergibt sich aus unserer inneren Bindung an die äußere Sinneswahrnehmung, welche beispielsweise beim Traumbewußtsein stark reduziert wird und so ihren bindenden, von der starken inneren Vorstellung nach außen ablenkenden Einfluß erheblich verringert.
Und so ahnen wir etwas von dem großen Verlust, den der routinierte, schon in der Schule fest eingehämmerte mechanistische undifferenzierte und das Gefühl zur sprachlichen Verkümmerung treibende Umgang mit den Elementen der Sprache bewirkt.
Denn das gleiche Wort, das dem Traumbewußtsein ein lebendiges Erlebnis ermöglicht, erscheint auf der Ebene des üblichen konventionellen Wachbewußtseins nur wie ein Schattenbild und vermag die innere Phantasie nicht ausreichend zu aktivieren.