Die
gemischte
Form der inneren
und äußeren
musikalischen Wirklichkeits-
erfassung
Die
schöpferische Anregung von
außen
Schulung
der
musikalischen Kreativität
Die unbelebte
Natur in der Musik
Die
belebte Natur
in der Musik
Die
Lebens-
gemeinschaften
in der Musik
Die vielfältige
Einheit des Lebens
in der Musik
Projezieren nun die gestaltenden Qualitäten unserer Neurophysiologie die äußere musikalische Wirklichkeit des Konzertes auf die Oberfläche unseres Geistes und unser Denken nimmt die Gestalt der äußeren musikalischen Darstellung an, so erfaßt unser (innerer) Gehörsinn im Prozeß seiner Wahrnehmung diese tönende Geistesstruktur und leitet diese Information des Musikgeschehens über unseren Intellekt (über unser Gefühl und unseren Verstand) an unser Ichbewußtsein weiter.
Indem unser Ichbewußtsein sich jetzt mit der musikalischen Abbildung wie sie in unserem Geiste erklingt identifiziert, wird es auch selbst zum Schwingen angeregt und ruft über unseren Intellekt auf unserer Geistesoberfläche Assoziationsmuster zum Musikwerk hervor.
Dieses Hervorbringen der Assoziationsmuster entspricht in der Funktion prinzipiell einem schöpferischen Handeln.
Dennoch liegt hier ein Unterschied zu echter schöpferischer Leistung vor, nämlich darin, daß die schöpferische Anregung von außen erfolgte und nicht ausschließlich von innen.
Es handelt sich hier um die Methode des „kreativen Hörens“, und sie dient der Schulung des Mechanismus unserer Kreativität.
Hier wird unser Intellekt geschult, korrigierende Entscheidungen durchzuführen und das außen vom Interpreten gelieferte Bild der musikalischen Wirklichkeit zu berichtigen, zu veredeln: zu vervollkommnen: wieder in den Zustand der vom Musikschaffenden selbst ursprünglich geäußerten Wahrheit zu versetzen.
Die Töne stellen die Welt der unbelebten Natur dar so, wie sie auch beispielsweise Physik und Chemie mit Worten umschreiben.
Dabei bildet die Musik diese unbelebte Sphäre der Natur im musikalischen Tonraum unmittelbar ab während beispielsweise die Physik und die Chemie sie nur mit Worten umschreiben, ohne den Charakter der Abbildung.
Unter Anwendung höherer Ordnungsprinzipien und subtilerer Gestaltungsmittel stellen die musikalischen Motive als die innere transzendente Wirklichkeit der Töne die Welt der individuellen Erkenntnis dar, wie sie auch die Psychologie mit Worten umschreibt.
Dabei bildet die Musik diese subjektive individuelle Erkenntnissphäre mit Hilfe der musikalischen Logik in der Tiefe des musikalischen Tonraums, im Motivraum, unmittelbar ab während die Psychologie sie nur mit Worten umschreibt, ohne den Charakter der Abbildung.
Unter Anwendung noch höherer Ordnungsprinzipien und noch subtilerer Gestaltungsmittel stellen die Sequenzen als die innere transzendente Wirklichkeit der Motive die Welt der lebendigen sozialen Gemeinschaftserkenntnis dar, wie sie auch die Soziologie mit Worten umschreibt.
Dabei bildet die Musik diese subjektive soziale Erkenntnissphäre mit Hilfe der musikalischen Logik in der Tiefe der Motivräume unmittelbar ab während die Soziologie diese nur mit Worten umschreibt, ohne den Charakter der Abbildung.
Unter Anwendung der höchsten musikalischen Ordnungsprinzipien und der subtilsten musikalischen Gestaltungsmittel stellt die Harmonie als die innere transzendente Wirklichkeit der Sequenzen die Welt der individuellen, sozialen und ökologischen Einheit dar, wie sie auch die Psychologie, die Soziologie und die Ökologie gemeinsam mit Worten umschreiben.
Dabei bildet die Musik diese höchste und vollkommenste Erkenntnissphäre des Individuums, der Gemeinschaft und der Ökologie mit Hilfe der musikalischen Logik in der Tiefe der Sequenzräume als Einheit unmittelbar ab während Psychologie, Soziologie und Ökologie gemeinsam diese nur mit Worten umschreiben, ohne den Charakter der Abbildung.