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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Die drei großen
Schritte des Hörers zur Wahrheit

 

 

 

Vom musikalischen Tonraum zum
Motivraum

 

 

 

 

Der musikalische
Weg in immer
erfüllendere Erfahrungsbereiche



Die Reise des
Hörers in die Tiefe
der musikalischen
Sinngebung

 



Der Hörer auf dem Wege seiner
Machtentfaltung

 


Der Hörer
erschließt sein
Energiepotential




 

Der Musikschaffende
als Wegbereiter

TEIL   II
Empirische Erkenntnisgewinnung
in der Musik



Die klas­si­sche Mu­sik kennt ver­schie­de­ne Stu­fen der em­pi­ri­schen Er­kennt­nis­ge­win­nung. Man un­ter­schei­det grund­sätz­lich:

       das reine Erfassen der musikalischen Wirklichkeit,

       das Beurteilen der musikalischen Wirklichkeit und

       den entschlossenen musikalischen Erkenntnisweg.

Für den Hö­rer be­ginnt der sys­te­ma­ti­sche Weg sei­ner Er­kennt­nis im mu­si­ka­li­schen Ton­raum. Hier hört er das tö­nen­de Mu­sik­werk.

Mit Hil­fe sei­nes lo­gi­schen Ver­mö­gens ent­nimmt er die­sem Werk schritt­wei­se den mu­si­ka­li­schen Sinn; und so dringt er – vom mu­si­ka­li­schen Ton­raum aus­ge­hend – in die Welt des Mo­tiv­raums ein.

Hier er­lebt er erst die Ent­fal­tung ei­nes ein­zel­nen Mo­tivs, dann die Ent­fal­tung von im­mer mehr Mo­ti­ven.

Bei die­sem Pro­zeß sei­ner mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­ge­win­nung ge­langt der Mu­sik­hö­rer – vom mu­si­ka­li­schen Ton­raum aus­ge­hend – in im­mer fei­ne­re Be­rei­che der mu­si­ka­li­schen Lo­gik, der mu­si­ka­li­schen Wahr­heits­ver­mitt­lung; und so ge­langt er in im­mer er­fül­len­de­re Er­fahr­ungs­be­rei­che.

Die­ses Mehr an Freu­de kommt da­durch zu­stan­de, daß der Fort­lauf der mu­si­ka­li­schen Ge­stal­tung den Hö­rer in dis­kre­ter Wei­se da­zu ver­lei­tet – ihn mit den Mit­teln ge­schick­ter Über­re­dungs­kunst ge­ra­de­zu ver­führt –, sich den Be­rei­chen hö­he­rer mu­si­ka­li­scher Ord­nung zu öff­nen – und die­ses Sich-Öff­nen be­grün­det sich auf ei­nem ganz all­mäh­li­chen Er­schlie­ßen sei­ner ei­ge­nen in­ne­ren Le­bens- und Er­kennt­nis­ener­gien.

Da­bei gibt dem Hö­rer die Wahr­neh­mung grö­ße­rer ei­ge­ner ver­füg­ba­rer Ener­gien das Ge­fühl grö­ße­rer ei­ge­ner in­ne­rer Macht.

Und die­ses ge­stei­ger­te in­ne­re Macht­ge­fühl legt um ihn ei­nen stär­ke­ren Leucht­kranz der Er­fül­lung.

In­dem die Mu­sik den Hö­rer in die­ser Wei­se – mit der Auf­bie­tung al­ler ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den Über­re­dungs­küns­te und mit un­end­li­cher Ge­duld – schritt­wei­se in die Be­rei­che im­mer hö­he­rer mu­si­ka­li­scher Ord­nung führt, er­schließt sich der Hö­rer mit Hil­fe der Mu­sik sei­ne ei­ge­nen in­ne­ren hö­he­ren Ener­gie­wel­ten; und ohne die­sen Me­cha­nis­mus im ein­zel­nen ge­nau zu er­ken­nen, zieht der Hö­rer doch den vol­len per­sön­li­chen Nut­zen aus dem vom Ton­schöp­fer vor­ge­zeich­ne­ten Er­kennt­nis­pro­zeß.

Der klas­si­sche Mu­sik­schöp­fer ist sich der mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­wir­kung auf den Hö­rer je­doch voll be­wußt; denn er hat die­sen Weg, als er ihn für den Hö­rer vor­zeich­ne­te, vor­her selbst wil­lent­lich ab­ge­schrit­ten.


 

                                                                                

 

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN ERKENNTNISFELDER
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
II.
DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN
ERKENNTNISFELDER
Empirische Erkenntnisgewinnung
in der Musik
Der unbegrenzte
Lebensweg
in der Musik
Die Ebenen der
musikalischen Erkenntnisgewinnung
Der Prozeß
der musikalischen Wahrnehmung
Das System
des musikalischen Folgerns
Das Verfahren
des musikalischen Vergleichs
Die Stufen
der musikalischen Erkenntnis
Musikschaffen
als empirischer Erkenntnisprozeß
Die authentische
musikalische Aussage
Integration
von äußerer und
innerer musikalischer Erkenntnis

 

 

 

TEIL   II
science                        music                             art
intelligence                 creativity                      harmony