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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Aufhebung individueller Einschränkungen beim Hörer

 

 

 

 

 

Ausbildung des
natürlichen Gemeinschaftssinns beim Hörer

 



Das gleichzeitige
Miteinander aller
Lebenswege in der
Musik

 

Höchste soziolo-
gische Erkenntnis-
vermittlung
in der Musik

TEIL   II
Der unbegrenzte Lebensweg
in der Musik



Das Er­fas­sen der mu­si­ka­li­schen Se­quenz und die da­mit ver­bun­de­ne gleich­zei­ti­ge Er­kennt­nis viel­fäl­ti­ger Le­bens­we­ge – dar­ge­stellt in der Po­ly­pho­nie – durch­bricht beim Hö­rer die Gren­zen sei­ner nur in­di­vi­du­el­len Weg­be­trach­tung und be­freit ihn so schritt­wei­se von sei­ner in­di­vi­du­el­len Bin­dung an das Er­leb­nis nur ei­nes ein­zel­nen Le­bens­we­ges; denn in­dem der Hö­rer sich beim Er­fas­sen der mu­si­ka­li­schen Se­quenz des gleich­zei­ti­gen Be­schrei­tens vie­ler Le­bens­we­ge – ge­ge­be­nen­falls un­end­lich vie­ler Le­bens­we­ge – be­wußt wird, löst sich in sei­nem Er­ken­nen die Bin­dung an ei­nen ein­zel­nen Le­bens­weg, und er wird so auch von der emo­tio­na­len Be­las­tung ei­nes in­di­vi­du­el­len Vor­tei­le-er­zie­len-Wol­lens frei.

In den mu­si­ka­li­schen Se­quenz­räu­men ent­fal­tet sich der Hö­rer be­wußt zum so­zia­len We­sen; denn in den Se­quenz­wel­ten hat er die Sum­me in­di­vi­du­el­ler Le­bens­we­ge un­ter dem As­pekt ei­nes ge­mein­sa­men viel­fäl­ti­gen Le­bens­mus­ters im Blick und ge­rät des­halb in­ner­halb sei­nes per­sön­li­chen Er­le­bens in den Er­kennt­nis­zu­stand hö­he­rer mu­si­ka­li­scher Ord­nung: er er­kennt mit dem Au­ge des wah­ren So­zi­o­lo­gen.

So er­kennt der Hö­rer die viel­fäl­tig ver­lau­fen­den ver­schie­de­nen Le­bens­we­ge – wie sie die Me­lo­dien der po­ly­pho­nen Mu­sik be­schrei­ben – als das gleich­zei­ti­ge Mit­ein­an­der ei­nes un­end­lich lan­gen Le­bens­we­ges, wel­cher jetzt wie in Stü­cken, wie in Le­bens­ab­schnit­ten, in gro­ßer leuch­ten­der Far­ben­pracht vor­wärts­schrei­tet.

Und so stößt der Hö­rer bei noch grö­ße­rer Dich­te sei­nes per­sön­li­chen Er­le­bens der viel­ge­stal­ti­gen We­ge schließ­lich zu ei­nem un­end­lich lan­gen Le­bens­weg im Au­gen­blick des ab­so­lu­ten Jetzt vor.


 

                                                                                

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN ERKENNTNISFELDER
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
II.
DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN
ERKENNTNISFELDER
Empirische Erkenntnisgewinnung
in der Musik
Der unbegrenzte
Lebensweg
in der Musik
Die Ebenen der
musikalischen Erkenntnisgewinnung
Der Prozeß
der musikalischen Wahrnehmung
Das System
des musikalischen Folgerns
Das Verfahren
des musikalischen Vergleichs
Die Stufen
der musikalischen Erkenntnis
Musikschaffen
als empirischer Erkenntnisprozeß
Die authentische
musikalische Aussage
Integration
von äußerer und
innerer musikalischer Erkenntnis

 

 

 

TEIL   II
science                        music                             art
intelligence                 creativity                      harmony