Die
unbelebte
Natur im
musikalischen Tonraum
Die transzendente
Wirklichkeit des
musikalischen Tonraums
Der Erkenntnisweg
und der
schöpferische Weg
der musikalischen
s Motive
Die Musik kennt ganz verschiedene Ebenen der Erkenntnisgewinnung: niedere,
höhere, noch höhere, höchste.
Die unterste Stufe der musikalischen Erkenntnisgewin-nung liegt im Felde des
musikalischen Tonraums.
Auf dieser Stufe wird all dasjenige am deutlichsten abgebildet, was unbelebt
oder kaum belebt ist.
Und die Analyse der im musikalischen Tonraum handelnden Spektren ergibt im
Detail das Bild der atomistischen und molekularen Natur.
Doch in der Tiefe dieser Strukturen im Felde derjenigen musikalischen Logik,
nach welcher sich die Tonstrukturen bewegen erkennt der schauende Geist
eine neue Welt höherer Ordnung verborgen: die Welt des Motivs.
Und in dieser Welt erschließt sich ihm die Dimension des individuellen Werdens,
des individuellen Aufkeimens, seines stetigen Wachstums und schließlich seines
Eintretens in die Welt der Sequenz, in die Welt des musikalischen Sozialraums.
Alle Motive streben soweit sie sich nicht länger spielerisch in ihren eigenen
Räumen tummeln zum Sequenzraum hin, als zu ihrem eigenen Entstehungsort,
ihrem Geburtshaus, aus welchem sie ursprünglich hervorgetreten sind; oder
die Motive streben nach außen: zum musikalischen Tonraum hin, und beleben
dort dasjenige, was der Belebung bedarf.