Die
Doppelfunktion
des Intellekts in der
musikalischen Wahrheitserkenntnis
Musikschaffen
und Musikhören
im Vergleich
Die
Eigenfunktion
der musikalischen
Erkenntnis-
gewinnung
Das
Verfahren des
musikalischen Vergleichs
Der Vergleich stellt ein weiteres Mittel dar, Wissen um die musikalische Wahrheit zu erlangen. So regt die musikalische Logik unsere inneren Erkenntniswerkzeuge zum Vergleich an.
Musikanalyse
und Musiksynthese
Dabei stützt sich das Verfahren
des Vergleichs auf die Doppelfunktion unseres Intellekts, wie sie vorher
zweifach beschrieben ist; und zwar einmal:
- auf die Verstandesfunktion unseres Intellekts, bei welcher unser Verstand die Musik mit seinen analytischen Mitteln auf immer umfassendere Wahrheitserkenntnisse hin untersucht; und zum anderen:
- auf die Gefühlsfunktion unseres Intellekts, in welcher unser Gefühl sich schöpferisch zur Vielfalt unseres Verstandes hin ausdehnt und dabei die natürliche Vielfalt unseres inneren musikalischen Schaffensprozesses in unseren Verstand hineinträgt.
Dabei werden diese beiden musikalischen Erkenntnisprozesse der äußeren Erkenntnis beim Musikhören und der inneren Erkenntnis beim Musikschaffen von unserem Ichbewußtsein in die Funktion eines Vergleichs gesetzt.
So wird unser Intellekt, werden unser Gefühl und unser Verstand auf die Ebene der reinen Selbstbewußtheit integriert und damit musikalisch: in das Feld der Harmonie gehoben; denn nur in diesem absoluten musikalischen Kräftefeld der Harmonie können diese unsere Erkenntniswerkzeuge einen vollkommenen Vergleich zwischen der Einheit und der Vielfalt der Musik durchführen.
Dieser Vergleich zwischen den musikalischen Erkenntnissen unseres Gefühls und unseres Verstandes versetzt unseren Intellekt und damit unseren musikalischen Erkenntnisprozeß in den Zustand einer selbstgenügsamen Eigenfunktion.
Und unser Intellekt schwingt nun im Sinne der genannten doppelten musikalischen Wahrheitserkenntnis in sich selbst.
© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982