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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Die Doppelfunktion
des Intellekts in der
musikalischen Wahrheitserkenntnis

 

 

 

 

 



Musikschaffen
und Musikhören
im Vergleich

 

 

 

 


Die Eigenfunktion
der musikalischen
Erkenntnis-
gewinnung



TEIL   II
Das Verfahren des
musikalischen Vergleichs



Der Ver­gleich stellt ein wei­te­res Mit­tel dar, Wis­sen um die mu­si­ka­li­sche Wahr­heit zu er­lan­gen. So regt die mu­si­ka­li­sche Lo­gik un­se­re in­ne­ren Er­kennt­nis­werk­zeu­ge zum Ver­gleich an.



Musikanalyse und Musiksynthese


Dabei stützt sich das Verfahren des Vergleichs auf die Doppelfunktion unseres Intellekts, wie sie vorher zweifach beschrieben ist; und zwar einmal:
  1. auf die Ver­stan­des­funk­tion un­se­res In­tel­lekts, bei wel­cher un­ser Ver­stand die Mu­sik mit sei­nen ana­ly­ti­schen Mit­teln auf im­mer um­fas­sen­de­re Wahr­heits­er­kennt­nis­se hin un­ter­sucht; und zum an­de­ren:

  2. auf die Ge­fühls­funk­tion un­se­res In­tel­lekts, in wel­cher un­ser Ge­fühl sich schöp­fe­risch zur Viel­falt un­se­res Ver­stan­des hin aus­dehnt und da­bei die na­tür­li­che Viel­falt un­se­res in­ne­ren mu­si­ka­li­schen Schaf­fens­pro­zes­ses in un­se­ren Ver­stand hi­nein­trägt.
Da­bei wer­den die­se bei­den mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zes­se – der äu­ße­ren Er­kennt­nis beim Mu­sik­hö­ren und der in­ne­ren Er­kennt­nis beim Mu­sik­schaf­fen – von un­se­rem Ich­be­wußt­sein in die Funk­tion ei­nes Ver­gleichs ge­setzt.

So wird un­ser In­tel­lekt, wer­den un­ser Ge­fühl und un­ser Ver­stand auf die Ebe­ne der rei­nen Selbst­be­wußt­heit in­te­griert – und da­mit mu­si­ka­lisch: in das Feld der Har­mo­nie ge­ho­ben; denn nur in die­sem ab­so­lu­ten mu­si­ka­li­schen Kräf­te­feld der Har­mo­nie kön­nen die­se un­se­re Er­kennt­nis­werk­zeu­ge ei­nen voll­kom­me­nen Ver­gleich zwi­schen der Ein­heit und der Viel­falt der Mu­sik durch­füh­ren.

Die­ser Ver­gleich zwi­schen den mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­sen un­se­res Ge­fühls und un­se­res Ver­stan­des ver­setzt un­se­ren In­tel­lekt und da­mit un­se­ren mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zeß in den Zu­stand ei­ner selbst­ge­nüg­sa­men Ei­gen­funk­ti­on.

Und un­ser In­tel­lekt schwingt nun im Sin­ne der ge­nann­ten dop­pel­ten mu­si­ka­li­schen Wahr­heits­er­kennt­nis in sich selbst.


                                                                               

 



© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982

 

 

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DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN ERKENNTNISFELDER
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
II.
DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN
ERKENNTNISFELDER
Empirische Erkenntnisgewinnung
in der Musik
Der unbegrenzte
Lebensweg
in der Musik
Die Ebenen der
musikalischen Erkenntnisgewinnung
Der Prozeß
der musikalischen Wahrnehmung
Das System
des musikalischen Folgerns
Das Verfahren
des musikalischen Vergleichs
Die Stufen
der musikalischen Erkenntnis
Musikschaffen
als empirischer Erkenntnisprozeß
Die authentische
musikalische Aussage
Integration
von äußerer und
innerer musikalischer Erkenntnis

 

 

 

TEIL   II
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intelligence                 creativity                      harmony