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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Unmittelbares Erfassen der
absoluten Musikwirklichkeit

Sinn der äußeren
Tonkunst

 



Die ewige
Geburtsstunde
der Musik

 


Der goldene Baum der Tonkunst

TEIL   II
Musikschaffen als
empirischer Erkenntnisprozeß



Und so­mit kann das Mu­sik­schaf­fen auch als em­pi­risch an­ge­se­hen wer­den – nur, daß die Er­kennt­nis­rich­tung nach in­nen weist: hier gilt das em­pi­ri­sche Er­fas­sen nicht dem Au­ßen, son­dern dem In­nen.

Das em­pi­ri­sche Er­fas­sen der äu­ße­ren mu­si­ka­li­schen Wirk­lich­keit dien­te al­so nur der An­re­gung des Hö­rers zum em­pi­ri­schen Er­fas­sen sei­ner ei­ge­nen in­ne­ren mu­si­ka­li­schen Wirk­lich­keit, und es dien­te so­mit der Er­kennt­nis sei­ner ei­ge­nen in­ne­ren voll­kom­me­nen na­tür­li­chen mu­si­ka­li­schen Ton­kunst.

Im Pro­zeß des kre­a­ti­ven Mu­sik­hö­rens hat das „Neu­schaf­fen“ den Cha­rak­ter des „Neu-aus-der-Tau­fe-He­bens“, des „Neu-Ge­bä­rens“, des „Neu-in-die-Welt-Set­zens“, des „Tau­frisch-ins-Be­wußt­sein-Rü­ckens“, des „Ur­sprüng­lich-Ge­stal­tens“, des „Fun­da­men­tal-Er­ken­nens“.

Das kre­a­ti­ve Mu­sik­hö­ren ist so­mit der­je­ni­ge Me­cha­nis­mus, bei wel­chem es der Hö­rer ver­steht, aus sei­nem in­ne­ren voll­kom­me­nen ton­künst­le­ri­schen Po­ten­ti­al her­aus – ge­mäß den Kräf­ten, wel­che sei­nem na­tür­li­chen Ton­po­ten­tial in­ne­woh­nen – auf ganz na­tür­li­che und spon­ta­ne Wei­se den gol­de­nen Baum der Ton­kunst wach­sen zu las­sen; und er tut dies – nach äu­ße­rer An­re­gung – aus den Sphä­ren sei­ner in­ne­ren In­tui­ti­on: aus dem Nähr­bo­den sei­ner in­ners­ten Er­kennt­nis­kräf­te her­aus, und er steigt da­bei aus der Hö­he sei­ner rei­nen Selbst­er­kennt­nis hin­ab in die Welt sei­nes mensch­li­chen Emp­fin­dens und Ver­ste­hens und noch wei­ter hin­ab in die Welt des mu­si­ka­li­schen Ton­raums oder – als Mu­si­ker – so­gar noch wei­ter hin­ab in den akus­ti­schen Raum.


 

                                                                                 

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN ERKENNTNISFELDER
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
II.
DIE LOGIK DER MUSIKALISCHEN
ERKENNTNISFELDER
Empirische Erkenntnisgewinnung
in der Musik
Der unbegrenzte
Lebensweg
in der Musik
Die Ebenen der
musikalischen Erkenntnisgewinnung
Der Prozeß
der musikalischen Wahrnehmung
Das System
des musikalischen Folgerns
Das Verfahren
des musikalischen Vergleichs
Die Stufen
der musikalischen Erkenntnis
Musikschaffen
als empirischer Erkenntnisprozeß
Die authentische
musikalische Aussage
Integration
von äußerer und
innerer musikalischer Erkenntnis

 

 

 

TEIL   II
science                        music                             art
intelligence                 creativity                      harmony