Unmittelbares
Erfassen der
absoluten Musikwirklichkeit
Sinn
der äußeren
Tonkunst
Die ewige
Geburtsstunde
der Musik
Der goldene Baum der Tonkunst
Und somit kann das Musikschaffen auch als empirisch angesehen werden nur, daß die Erkenntnisrichtung nach innen weist: hier gilt das empirische Erfassen nicht dem Außen, sondern dem Innen.
Das empirische Erfassen der äußeren musikalischen Wirklichkeit diente also nur der Anregung des Hörers zum empirischen Erfassen seiner eigenen inneren musikalischen Wirklichkeit, und es diente somit der Erkenntnis seiner eigenen inneren vollkommenen natürlichen musikalischen Tonkunst.
Im Prozeß des kreativen Musikhörens hat das „Neuschaffen“ den Charakter des „Neu-aus-der-Taufe-Hebens“, des „Neu-Gebärens“, des „Neu-in-die-Welt-Setzens“, des „Taufrisch-ins-Bewußtsein-Rückens“, des „Ursprünglich-Gestaltens“, des „Fundamental-Erkennens“.
Das kreative Musikhören ist somit derjenige Mechanismus, bei welchem es der Hörer versteht, aus seinem inneren vollkommenen tonkünstlerischen Potential heraus gemäß den Kräften, welche seinem natürlichen Tonpotential innewohnen auf ganz natürliche und spontane Weise den goldenen Baum der Tonkunst wachsen zu lassen; und er tut dies nach äußerer Anregung aus den Sphären seiner inneren Intuition: aus dem Nährboden seiner innersten Erkenntniskräfte heraus, und er steigt dabei aus der Höhe seiner reinen Selbsterkenntnis hinab in die Welt seines menschlichen Empfindens und Verstehens und noch weiter hinab in die Welt des musikalischen Tonraums oder als Musiker sogar noch weiter hinab in den akustischen Raum.