Integration
von
äußerer und
innerer Wahrheitserkenntnis in der Musik
Die
musikalische
Uraufführung aller
Uraufführungen
Wirkliche Musiktradition
Die ewige
Gegenwart
der Wahrheit
Der musikalische
Erkenntnisweg
von der Vielfalt
zur Einheit
Musikhören wird
zum Musikschaffen
Die
natürliche
Einheit von
Harmonie und
Selbstbewußtheit
Beim kreativen Musikhörer und beim Musikschaffenden ergibt sich eine authentische musikalische Aussage dadurch, daß ihre äußere und innere musikalische Wahrheitserkenntnis schließlich eine einzige integrierte musikalische Aussage hervorbringen.
Diese ganzheitliche Aussage stellt die vollständige Einheit der von außen und von innen erkannten musikalischen Wahrheit dar.
Die authentische musikalische Aussage ergibt sich demnach systematisch-logisch aus dem vorher geschilderten Vergleich.
Die authentische musikalische Aussage schafft das vollkommene musikalische Konzert im kreativen Musikhörer.
Diese musikalische Uraufführung aller Uraufführungen stellt das musikalische Spiel der reinen Selbstbewußtheit mit sich selbst auf der Ebene der Harmonie dar und verbindet im Hörer unbegrenzte musikalische Wahrheitserzeugung mit vollkommener Wahrheitsvermittlung.
Das Verfahren des musikalischen Vergleichs vereint das erkennende Hören mit dem musikalischen Schaffensprozeß und ermöglicht dadurch einen Schaffensprozeß, bei welchem der Tonkünstler fest in der Tradition steht.
Dies Verfahren des Vergleichs garantiert also die Verankerung des Musikschaffenden in seiner Tradition.
Die integrierte musikalische Aussage stellt dann das musikalische Wort eines in der Tradition verankerten Musikschöpfers dar; und Musiktradition ist für ihn nun die musikalische ewige Gegenwart der Wahrheit im unendlichen Raum der Harmonie, in den Räumen der Sequenzen und in den Räumen der Motive und nicht etwa der begrenzte Präsentierstil dieser Wahrheit in den klingenden Musikräumen.
Beim äußeren Musikhören analysierte der Intellekt die Vielfalt der Töne, welche sich im musikalischen Tonraum bewegten, und folgerte auf den musikalischen Sinn.
So entdeckte er den musikalischen Sinn im Motivraum, im Sequenzraum und schließlich im Raum der Harmonie und zwar in immer umfassenderer Weise.
Dabei verdichtete der Intellekt sein innewohnendes analysierendes Vermögen immer mehr und folgerte systematisch von der Vielfalt auf die Einheit.
Stoßen in diesem Prozeß der Verfeinerung des Hörens unsere Erkenntniskräfte in das Feld größter musikalischer Feinheit und umfassendster musikalischer Ordnung vor, dann gelangt unser Intellekt unser Fühlen und Verstehen in den Energie- und Intelligenzbereich der reinen Selbstbewußtheit.
In diesem Moment erwacht der Intellekt in seiner synthetisierenden Funktion, und aus unserer bisherigen Musikanalyse wird urplötzlich eine Musiksynthese aus unserem bisherigen Musikhören erwächst spontan ein Musikschaffen.
Der Erkenntnisweg zur Einheit des musikalischen Sinns brachte unseren Intellekt systematisch in den Erfahrungsbereich der reinen Selbstbewußtheit; denn mit der musikalischen Einsicht in die Welt der Harmonie ist die Erfahrung der reinen Selbstbewußtheit automatisch verbunden.
Über unsere Erkenntniskräfte des Gefühls regte die Selbsterkenntnis unser natürliches Synthetisierungspotential an, und so folgerten wir von der Ebene unserer reinen Selbstbewußtheit her vom Raum der Harmonie ausgehend über die Sequenzräume, über die Motivräume und über den musikalischen Tonraum schrittweise von der natürlichen Einheit unserer inneren musikalischen Schaffenskräfte auf die Vielfalt einer neuen, inneren Musikschöpfung. In diesem Moment erkennen wir uns als musikalisch schöpferisch.