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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Diskoordination
der Erkenntnis-
werkzeuge in
den verschiedenen
musikalischen Kräftefeldern

 

 

 

 

 



Fundamentale Fehlerquelle in der
musikalischen Erkenntnis-
gewinnung

 



Der musikalische
Zerstörungsweg

Hitze- und Kälteerzeuger
in der Musik



Un­se­re Er­kennt­nis­werk­zeu­ge Ge­fühl und Ver­stand sind auf den nied­ri­ge­ren Mu­sik­ebe­nen kaum be­lebt.

Dar­aus er­gibt sich ent­spre­chend ei­ne ge­rin­ge mu­si­ka­li­sche Er­kennt­nis, und die­se ist – ih­rer ener­gie­schwa­chen Na­tur nach – nur mit ge­rin­gem Zwei­fel ver­bun­den; je wei­ter wir je­doch wäh­rend un­se­res mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zes­ses in die Tie­fe des mu­si­ka­li­schen Sinns ein­drin­gen und je mehr da­bei Ge­fühl und Ver­stand de­ren in­ne­woh­nen­de Er­kennt­nis­kräf­te ak­ti­vie­ren, um so mehr be­gin­nen sich – bei Nicht­be­le­bung der ab­so­lu­ten Ton­sub­stanz (be­zie­hungs­wei­se bei ei­ner für die Tie­fe des Er­kennt­nis­pro­zes­ses nicht an­ge­mes­se­nen Be­le­bung der Ton­sub­stanz) – die­se Er­kennt­nis­werk­zeu­ge Ge­fühl und Ver­stand in­ner­halb un­se­res In­tel­lekt­rau­mes an­ein­an­der zu rei­ben wie zwei Flüs­se, die ge­gen­ein­an­der­flie­ßen – wo­bei der ei­ne an­dau­ernd Hit­ze, der an­de­re per­ma­nent Ei­ses­käl­te er­zeugt.

Des­halb er­weist sich auch das Phä­no­men des Zwei­fels in den un­ter­schied­li­chen mu­si­ka­li­schen Kräf­te­fel­dern als von ganz un­ter­schied­li­cher Schlag­kraft.
Und so kann sich ein Hö­rer, aber auch ein ver­meint­li­cher Kom­po­nist – ein Möch­te­gern­kom­po­nist – ge­ra­de­zu an in­ne­ren Zwei­feln auf­rei­ben, wenn sein Geist, sein In­tel­lekt, wenn sein Ge­fühl und sein Ver­stand und wenn sein Ge­hör­sinn nicht auf der Ebe­ne der ab­so­lu­ten Ton­sub­stanz als Ein­heit be­lebt sind.

In ei­nem sol­chen Fal­le kann Mu­sik ei­ne ge­ra­de­zu zer­set­zen­de Wir­kung auf den Hö­rer aus­üben und ver­mag ihn re­gel­recht zu fru­strie­ren.
Den Aus­druck sol­cher Fru­stra­ti­ons­er­schei­nungen er­ken­nen wir un­mit­tel­bar aus der Zer­stü­rungs­wut als Fol­ge von Beat- und Pop­ver­an­stal­tun­gen.

Aber weit schlim­mer ist das Auf­ge­ben der Fra­ge nach dem Sinn un­se­res Le­bens, wel­ches sich aus der seich­ten, al­ters schwa­chen Un­ter­hal­tungs­mu­sik er­schließt – ein Auf­ge­ben al­so der hö­he­ren Be­stim­mung un­se­res mensch­li­chen Le­bens –, als Aus­druck sol­cher Fru­stra­ti­on.


 

                                                                                 

 


© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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TEIL   III
TEIL   III
UNVERGÄNGLICHE UND VERGÄNGLICHE MUSIKTRADITION
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
III.
UNVERGÄNGLICHE
& VERGÄNGLICHE MUSIKTRADITION
Das Maß
der musikalischen Vollkommenheit
Die Freiheit des musikalischen Sinns
Der Zweifel im Prozeß
der musikalischen Wahrheitsfindung
Hitze- & Kälteerzeuger
in der Musik
Die harmonisierende Natur der
urklassischen Musik
Die Absicht
der musikalischen Wahrheitsvermittlung
Die Totalität
allen Lebensglücks
im Auge

 

 

 

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