Der musikalische Erkenntnisprozeß ist selbst an der Wahrheitsfindung beteiligt und stellt die Verbindung zwischen dem Subjekt und dem Objekt der Erkenntnis her.
Dieser Prozeß der Erkenntnis stützt sich zentral auf die Verfeinerung des Erkenntnisvorganges selbst dabei besonders auf die Verfeinerung der Erkenntniswerkzeuge: unseres Intellekts, unseres Gefühls und unseres Verstandes, unseres Geistes, unseres Gehörsinns, unserer Neurophysiologie und unseres äußeren Gehörorgans, des Ohres.
Sicherlich stützt sich dabei der Hörer auch auf die Möglichkeit einer strukturellen Verfeinerung des akustischen Klangereignisses im Verlauf des Konzertes.
Ganz besonders jedoch stützt sich der Prozeß seiner Erkenntnis auf die Führung durch den Musikschaffenden; und diese Führung erfolgt äußerst diskret, ohne dem Hörer das Gefühl einer Gängelung zu vermitteln ja, sogar im Gegenteil: diese Führung weist ihm die persönliche Erfahrung größerer individueller Freiheit.