Das
Gefühl
erreicht seine
Urheimat
Entgegengesetztes
Streben der beiden
musikalischen Erkenntniskräfte
auch in der
Harmonie
Die absolute
Tonsubstanz harmonisiert Gefühl
und
Verstand
Einheit von Gefühl
und Verstand
Streitgespräch von
Gefühl und
Verstand jenseits
von Raum und Zeit
Das Gefühl schwebte im musikalischen Erkenntnisprozeß in immer höhere Regionen der Einsicht, und es ging wunschgemäß und ganz willentlich in die Richtung der Einheit.
Als es dann schließlich in der höchsten Musikwelt der Harmonie angelangt war, da erkannte das Gefühl auch gleich seine Urheimat, welche die Einheit in der Selbstbewußtheit ja ist.
Auch auf der Ebene der Harmonie haben wir in Gefühl und Verstand zwei ihrem Wesen nach immer noch auseinanderstrebende Erkenntniskräfte; dabei sind in diesem vollkommenen musikalischen Kräftefeld diese beiden Erkenntniswerkzeuge durch die allnährenden Qualitäten unserer Selbstbewußtheit noch unendlich gestärkt, so daß sie nun ihr jeweiliges Wesen erst wirklich voll ausleben können.
Also streben nun in diesem absoluten musikalischen Kräftefeld Gefühl und Verstand mit höchster Leistung auseinander quasi voneinander fort.
Die Ebene der Harmonie ist gleichzeitig auch das Feld der absoluten Tonsubstanz des inneren Atems der Musik, unseres innersten kosmischen Lebensatems.
Und mit der Erkenntnis der Harmonie hat bei uns auch gleichzeitig die Erfahrung der absoluten Tonsubstanz ihren höchsten, ihren vollkommenen Wert erreicht.
Die Kräfte der absoluten Tonsubstanz, welche allmächtig in der Tiefe unseres Geistes schwingen, bewegen sich in einer noch höheren Ordnung als die Kräfte von Gefühl und Verstand, und aus diesem Grunde erweisen sie sich diesen gegenüber als stärker.
So vermag die absolute Tonsubstanz von den Gesetzen einer höheren Ordnung her Gefühl und Verstand auf der Ebene der Harmonie zusammenzuhalten, denn sie durchdringt und vereint diese Kräfte, welche mit unbändigem Lebenswillen auseinanderstreben, mit den Qualitäten der Harmonie.
Durch diese Vereinigung unserer Gefühls- und Verstandeskräfte, welche ihrer Natur nach vollständig auseinanderstreben, wird zwischen diesen Kräften eine wirkliche Einheit, eine echte Verbindung herbeigeführt.
Und so entsteht dann die Verspieltheit eines von Gefühl und Verstand mit äußerster Klarheit geführten Streitgesprächs.
Der Begriff „Streitgespräch“ charakterisiert also hier nicht diejenigen unangenehmen Folgen, welche sich im relativen Feld mangelnder Wahrheitserkenntnis bei auseinandergehenden Meinungen mit zwingender Notwendigkeit einstellen.
Ein solches Auseinanderstreben wurde ja, wie erklärt, durch die vereinigende Wirkung der absoluten Tonsubstanz so geschickt integriert, daß nun innerhalb der absoluten Sphäre der Harmonie jenseits von Raum und Zeit das Auseinanderstreben und das Zusammenstreben von Gefühl und Verstand selbst zur Einheit geworden sind.