Erfahrung
der
vollständigen Wunscherfüllung beim Hörer
Der musikalische
Fluß in der Raum-
Zeit-Welt
Musikalische Überbrückung unendlicher Räume
und Zeiten
Natürliche Wertherabsetzung aller relativen
Musik beim Hörer
Die Bedeutung
der äußeren
Musikaufführung
Der kreative
Musikhörer erkennt die
musikalische Scheinwelt
Die natürliche Folge der Wahrheitserkenntnis im höchsten Kräftefeld der Musik in der Harmonie ist die Erfahrung einer vollständigen Wunscherfüllung beim Hörer.
Hier im absoluten musikalischen Kräftefeld jenseits von Raum und Zeit machen wir ganz spontan die natürliche Erfahrung aller Vorteile, welche Musik überhaupt nur bieten kann.
Und während wir nun von dieser höchsten Ebene der Musikerkenntnis aus zurückblicken in die Musikwelt, welche wir einmal im Verlaufe unseres relativen musikalischen Erkenntnisprozesses unter heißen Diskussionen von Gefühl und Verstand durchmaßen, als wir, vom musikalischen Tonraum ausgehend, in immer feinere Strukturen des musikalischen Sinns eindrangen, da erblicken wir jetzt, aus dem Felde der Harmonie hinausschauend, in dieser früher so geschätzten Musikwelt der Sequenzen, der Motive und des musikalischen Tonraums nur eine sehr begrenzte Welt.
In die Raum-Zeit-Welt hinausblickend, erscheint uns der musikalische Fluß nurmehr wie eine träge vorbeiziehende Welt.
Schon die Sequenzen erscheinen uns träge und erst die Motive, gar nicht zu sprechen von den Tönen, welche sich wie dicke Steine an unserem geistigen Auge vorbeiwälzen, während die Motive noch stolpern und die Sequenzen sich um ein harmonisches Fließen bemühen.
In unserem jetzigen vollständigen Musikerleben im absoluten Jetzt der Harmonie ist ja die musikalische Überbrückung von unendlichen Räumen und Zeiten nicht einmal mehr die Sache eines Augenblicks, sondern sie geschieht in der unendlich verdichteten Spanne der wirklichen Gleichzeitigkeit.
Und unsere lebendige Erfahrung überbrückt dabei alle nur erdenklichen Räume und Zeiten in der Totalität des ewigen jetzigen Augenblicks.
Diese musikalische Erfahrung unserer unendlichen dynamischen unbegrenzten vielfältigen reinen Selbstbewußtheit und die gleichzeitige Erfahrung des trägen Stromes der äußeren Musikwelt setzen bei uns verständlicherweise den Wert alles relativen Musikgeschehens herab.
Wir geben nur noch dem realen Musikfeld der reinen Harmonie wirklichen bleibenden Wert.
So ist für den kreativen Musikhörer die äußere Musikwelt nur noch eine träge Nachahmung eines ganz kleinen Details seiner tatsächlichen inneren musikalischen Fülle, welche er im Reich der Harmonie erfährt.
Und die äußere Musikaufführung hat für ihn nur noch soviel Bedeutung wie ein Samenkorn irgendeiner speziellen Pflanze in irgendeinem Getreidespeicher für den Schöpfer der Welt.
Der kreative Musikhörer möchte deshalb aus seiner vollkommenen Welt der Harmonie in jene äußere Welt des Scheins nicht mehr eintreten.
Dies ist jetzt sein natürlicher Standpunkt.
© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982