Unerwiesenes
auf dem
Erkenntnisweg vom
musikalischen Tonraum zum
Motivraum
Der Hörer schließt
auf die Existenz
mächtigerer musikalischer Kräftefelder
Der Hörer dringt
zu umfassenderen
Ordnungsprinzipien vor
Das Gefühl als
Antrieb für den
Erkenntnisvorgang
Emotionale Ermutigung auf
dem Wege zur
musikalischen Wahrheit
Intuition
des
Gefühls in der
musikalischen Wahrheitsfindung
Als wir vom musikalischen Tonraum ausgehend über den Motivraum in die tieferen musikalischen Erkenntnisschichten eindrangen, war für uns die Existenz des jeweils nächsthöheren Erkenntnisfeldes der Musik überhaupt nicht erwiesen.
Denn die Erfahrung des jeweils nächsthöheren Erkenntnisfeldes entzog sich uns, wenn wir nicht auch tatsächlich in dieses nächste Erkenntnisfeld der Musik eindrangen.
So konnten wir im Bereich des musikalischen Tonraums die Existenz eines Motivraums allenfalls ahnen.
Denn nur aufgrund von uns erahnter höherer Ordnungen, welche die Töne zu bewegen schienen, schlossen wir auf die Existenz eines mächtigeren Kräftefeldes, welches die Bewegung der Töne zu bewirken und zu steuern schien.
Bei unserer systematischen Untersuchung der ordnenden Kräfte im musikalischen Tonraum drangen wir nun schrittweise in die Erkenntnisfelder immer umfassenderer Ordnungsprinzipien vor.
Und es zeigte sich uns dann auch, daß tatsächlich Kräfte höherer Ordnung den musikalischen Tonraum von innen her beherrschten.
Im Verlaufe dieses analysierenden Vorganges stützten wir uns vor allem auf die beglückende Erfahrung unseres Gefühls, welches bei der Suche nach höheren Ordnungen in sich selbst immer mehr Glück entdeckte.
Durch diesen Zuwachs an Glück wurde unsere intellektuelle musikalische Erkenntnisgewinnung, unser gefühlsmäßiges und unser verstandesmäßiges Erfassen eines musikalischen Sinns jenseits der Töne immer mehr ermutigt.
Und diese Ermutigung war überwiegend emotionaler Art und auf den Gewinn unserer inneren Glücksempfindung bezogen.
Ganz intuitiv erfaßte so unser Gefühl das Vorhandensein höherer Ordnungsprinzipien.
Es erkannte in den musikalischen Tiefen mehr Schlichtheit und eine wirkungsvollere Machtausübung der feineren musikalischen Kräfte.
© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982