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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Die absolute
Musikwelt
und die relativen
musikalischen Kräftefelder



Der Erkenntnisweg
durch die
musikalischen Kräftefelder

 

 

 

 

 

Die wissenschaftliche Methode der
musikalischen Erkenntnis-
gewinnung


Die Realität der
wissenschaftlichen Erkenntnismethode
in der Musik

 


Spontane Erkenntnis der
Realität absoluter
Musik

 

 



Die Unzulänglich-
keit, mittels einer
begrenzten Erkenntnismethode auf unbegrenzte
Musik zu schließen

Es gibt drei Arten von Zweideutigkeit:

  1. Zweideutigkeit durch das Auseinanderklaffen –
    das Getrenntsein – von Inhalt und Form,

  2. Zweideutigkeit durch Schließen
    von der Form auf den Inhalt und

  3. Zweideutigkeit durch Schließen
    vom Inhalt auf die Form.

Zweideutigkeit durch das
Getrenntsein von Inhalt und Form



Die Er­kennt­nis der Ge­trennt­heit ei­ner ab­so­lu­ten Mu­sik­welt von re­la­ti­ven Kräf­te­fel­dern der Mu­sik, die Er­fah­rung ei­nes Aus­ein­an­der­klaf­fens des un­be­grenz­ten mu­si­ka­li­schen Kräf­te­fel­des der Har­mo­nie und der Mu­sik­wel­ten der Se­quen­zen, der Mo­ti­ve und der Tö­ne er­gab ei­ne zwei­fa­che, völ­lig ver­schie­de­ne Aus­deu­tung der Mu­sik­sphä­re.

Im Ver­lau­fe un­se­res re­la­ti­ven mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zes­ses lo­te­ten wir als Hö­rer die Mu­sik­welt sys­te­ma­tisch nach der in ihr ver­meint­lich ver­bor­ge­nen Wahr­heit aus.
Da­bei be­schrit­ten wir vol­ler Über­zeu­gung und ganz ernst­haft den Weg re­a­ler mu­si­ka­li­scher Er­kennt­nis­ge­win­nung.

Wir er­schlos­sen da­bei auch wirk­lich im­mer um­fas­sen­de­re Wahr­hei­ten.
So durch­ma­ßen wir schritt­wei­se die von uns als real er­kann­ten mu­si­ka­li­schen Kräf­te­fel­der und dran­gen da­bei – vom mu­si­ka­li­schen Ton­raum aus­ge­hend – über die Mo­tiv- und Se­quenz­welt bis zur Welt der Har­mo­nie vor.

Die­ser be­schrit­te­ne mu­si­ka­li­sche Er­kennt­nis­weg war für uns als Hö­rer un­se­re ei­ge­ne Re­a­li­tät der sys­te­ma­ti­schen mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­ge­win­nung, und je­de ein­zel­ne Ein­sicht in die mu­si­ka­li­sche Sinn­ge­bung er­schloß uns ganz re­a­le in fei­ne­ren, ener­gie­rei­che­ren mu­si­ka­li­schen Kräf­te­fel­dern vor­han­de­ne neue Ge­stal­tungs­kräf­te der mu­si­ka­li­schen Struk­tur­ver­än­de­rung.

So deu­te­ten wir un­se­ren re­la­ti­ven mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zeß als ein ganz re­a­les Ge­sche­hen der mu­si­ka­li­schen Sinn­er­ken­nung.
Und die Idee, daß ge­ra­de die­ser von uns doch so deut­lich und klar wahr­ge­nom­me­ne mu­si­ka­li­sche Ent­wick­lungs­pro­zeß als sol­cher völ­lig un­real sein könn­te, wä­re uns nie­mals ge­kom­men.

Im ab­so­lu­ten mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­feld der Har­mo­nie an­ge­langt, schlie­ßen wir nun, als Mu­sik­schaf­fen­de, ganz an­ders.

Jetzt käme uns nie­mals die Idee, daß das voll­kom­me­ne Mu­sik­er­le­ben, wel­ches wir mit so un­glaub­li­cher Wach­heit jen­seits von Raum und Zeit er­fah­ren, von ir­gend je­man­dem als nicht real an­ge­se­hen wer­den könn­te.
Denn wir selbst er­ken­nen ganz deut­lich: ei­ne re­a­le­re Mu­sik als die jetzt von uns er­leb­te gibt es gar nicht.

Den­noch müs­sen wir uns ver­ge­gen­wär­ti­gen, daß eben wir selbst, als uns im Ver­lau­fe un­se­res re­la­ti­ven mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­pro­zes­ses die­ses um­fas­sen­de Mu­sik­er­leb­nis im Fel­de der Har­mo­nie noch fehl­te, ge­ra­de die­ses auch nicht für mög­lich ge­hal­ten hät­ten.


 

                                                                                
 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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TEIL   VIII
TEIL   VIII
ZWEIDEUTIGKEIT
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
VIII.
ZWEIDEUTIGKEIT
Zweideutigkeit
durch das Getrenntsein
von Inhalt und Form
Die doppelte
musikalische Wahrheit
Zweideutigkeit durch Schließen von der Form auf den Inhalt
Zweideutigkeit durch Schließen vom Inhalt
auf die Form
Oberflächliche
Folgerung
System des musikalischen Schaffensprozesses
Widerspruch zu
Grundwahrheiten

in der musikalischen Erkenntnisgewinnung

 

 

 

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