Analyse
der
Tonstruktur
Schrittweise Umwandlung der
musikalischen
Form in den Inhalt
Verfeinerung der
Oberflächenstruktur des musikalischen
Tonraums
Oberflächen-
verfeinerung zum
Erschließen des
musikalischen
Sinns
Der relative musikalische Erkenntnisprozeß erweist sich uns als ein systematisches Verfolgen der musikalischen Oberfläche, als ein Analysieren der äußeren musikalischen Gestalt.
Diese oberflächliche Folgerung führt uns als Hörer systematisch von der musikalischen Form zum musikalischen Inhalt.
Dies bedeutet, daß hier im Verlaufe des relativen musikalischen Erkenntnisprozesses die Form systematisch umgewandelt wird in den Inhalt.
Die oberflächliche Folgerung beziehungsweise die Folgerung auf der Ebene der musikalischen Oberflächenstrukturen stellt sich uns somit als die zweckmäßige Methode der relativen musikalischen Erkenntnisgewinnung dar und führt den Hörer von den Oberflächenstrukturen des musikalischen Tonraums in die Tiefen dieses musikalischen Tonraums, indem der Hörer die musikalische Oberflächenstruktur systematisch verfeinert, bis diese einen solchen Grad an Feinheit erreicht hat, daß sie strukturell in die Welt der Motive gehört und so von ihm als Motivform erkannt wird.
Diesen Vorgang der systematischen Verfeinerung der Oberflächenstruktur in den Erkenntnisfeldern der Musik verstehen wir nun als das Erschließen des musikalischen Sinns, und er stützt sich praktisch auf eine Verfeinerung der Erkenntniswerkzeuge bei unserem Hörer.
Dabei läßt der musikalische Verlauf in seinen Erkenntniswerkzeugen immer mehr Energien frei werden, welche dann den Verfeinerungsprozeß der Erkenntniswerkzeuge bewirken.