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Musik
AAR EDITION INTERNATIONAL

 

Musikschöpfer und
Musikhörer in der
musikalischen
Wahrheitserkenntnis

Die Erkenntnis-
werkzeuge des
Musikhörers -
Die Gestaltungs-
werkzeuge des
Musikschöpfers

 

 

 

 

Musik, das
unbegrenzte dynamische
Feld des
absoluten Lebens

 



Musik, der
heilige Brunnen
menschlicher Erfüllung

 

 

 


Die Welt des
musikalischen
Opfers

 

 

Die integrierte
musikalische Wahrheitserkenntnis beim wirklichen
Tonkünstler

Widerspruch zu Grundwahrheiten
in der musikalischen Erkenntnisgewinnung



In der Rol­le des Mu­sik­hö­ren­den und in der Funk­tion des Mu­sik­schaf­fen­den er­ge­ben sich für uns zwei völ­lig ent­ge­gen­ge­setz­te We­ge:

Als Mu­sik­hö­ren­de se­hen wir un­ser Ge­fühl und un­se­ren Ver­stand als un­se­re Er­kennt­nis­werk­zeu­ge an und ge­brau­chen die­se Werk­zeu­ge ent­spre­chend für den Pro­zeß un­se­rer mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­ge­win­nung.

Und als Mu­sik­schaf­fen­de se­hen wir von der Ebe­ne rei­ner Selbst­be­wußt­heit her die­se glei­chen Werk­zeu­ge – wel­che sich bei uns nun je­doch in vol­ler Funk­tion be­fin­den – von die­sem un­se­rem Stand­punkt aus vor al­lem als un­se­re Ge­stal­tungs­werk­zeu­ge an.

Und so er­gibt sich, von un­se­rer Po­si­tion als Hö­rer und von un­se­rem Stand­punkt als Mu­sik­schaf­fen­de aus ge­se­hen, ei­ne ganz wi­der­sprüch­li­che per­sön­li­che Sicht ge­gen­über dem Phä­no­men Mu­sik.

Als Mu­sik­schöp­fer er­ken­nen wir Mu­sik als das un­be­grenz­te dy­na­mi­sche Feld des ab­so­lu­ten Le­bens, un­se­res ei­ge­nen Le­bens, aber auch des kos­mi­schen Le­bens all­ge­mein, und wir emp­fin­den un­se­re in­di­vi­du­el­le Leis­tung als die Leis­tung ei­nes Men­schen, wel­cher aus ei­nem un­er­schöpf­li­chen tö­nen­den Brun­nen schöpft und die rei­nen klin­gen­den Ge­wäs­ser in Form vie­ler klei­ner Tröpf­chen in der Welt der Hö­rer um­her­sprüht, um die­se da­mit zu be­le­ben.

Als Mu­sik­hö­rer wie­der­um se­hen wir den Sinn der Mu­sik ganz an­ders.

Wir be­rei­ten uns in un­se­rem Le­ben die Freu­de, je­ne ge­schickt ge­wor­fe­nen schwin­gen­den Tröpf­chen auch wie­der ganz ge­schickt auf­zu­fan­gen, in dem dur­sti­gen Mund un­se­rer mu­si­ka­li­schen Er­kennt­nis­ge­win­nung zu sam­meln, um so den herr­li­chen, er­fri­schen­den Quell des hei­li­gen Brun­nens der mu­si­ka­li­schen Wahr­heit zu ge­nie­ßen und um uns an de­ren köst­li­chem Trunk zu näh­ren.

Die­sen schein­ba­ren Wi­der­spruch der ganz un­ter­schied­li­chen Stel­lung von Mu­sik­schaf­fen­dem und Mu­sik­hö­rer zur Mu­sik er­ken­nen wir Mu­sik­er­fah­re­ne jetzt als im Pro­zeß des Ge­bens und Neh­mens be­grün­det.

Er macht den Zau­ber des Mu­sik­le­bens aus und er­weist sich uns als das wah­re mu­si­ka­li­sche Op­fer.

Des­halb müs­sen wir vor­aus­set­zen, daß der klas­si­sche Ton­künst­ler die In­te­gra­tion die­ser bei­den Vor­gän­ge schon bei sich selbst er­reicht hat, sie gleich­zei­tig er­lebt und die­ses voll­stän­di­ge Er­le­ben auch beim Hö­rer an­strebt.

Des­halb kann er al­so wah­re Mu­sik schaf­fen.


 

                                                                                 
 
 

© AAR EDITION INTERNATIONAL 1982
 

 

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TEIL   VIII
TEIL   VIII
ZWEIDEUTIGKEIT
P E T E R   H Ü B N E R  –  N A T Ü R L I C H E S   M U S I K  H Ö R E N
NATÜRLICHES
MUSIK HÖREN
VORWORT
VIII.
ZWEIDEUTIGKEIT
Zweideutigkeit
durch das Getrenntsein
von Inhalt und Form
Die doppelte
musikalische Wahrheit
Zweideutigkeit durch Schließen von der Form auf den Inhalt
Zweideutigkeit durch Schließen vom Inhalt
auf die Form
Oberflächliche
Folgerung
System des musikalischen Schaffensprozesses
Widerspruch zu
Grundwahrheiten

in der musikalischen Erkenntnisgewinnung

 

 

 

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