Der
Hörer am
Tor der Harmonie
Das
höchste
musikalische Opferfeuer
Erkenntnisfeuer
im musikalischen
Harmonieraum
Der Hörer
jenseits von
Raum und Zeit
Musikalische Schöpferkraft als
Funktion der
reinen Selbsterkenntnis
Der kosmische
Wind als die Seele
der Tonkunst
Hat der Hörer im Verlaufe seines sozialen Erlebens vieler zusammenströmender individueller Erkenntniswege die musikalischen Sequenzräume durchschritten und ist am Tor der Harmonie angelangt, dann erkennt er dort die Einheit, welche ordnend hinter allen individuellen Lebenswegen steht und diese übermächtig in Harmonie zusammenhält.
Und er sieht, mit welcher Vollkommenheit diese lebendige Einheit der Musik die individuelle freie Entfaltung der Motive unermüdlich fördert.
Hier streben die Erkenntnisfeuer der Sequenz zum höchsten, gemeinsamen musikalischen Opferfeuer zusammen, welches in der Harmonie stattfindet, in der Grundlage aller Musik.
Hier, in dieser absoluten Musikwelt jenseits von Raum und Zeit , brennen die unzähligen musikalischen Erkenntnisfeuer in der Vielfalt eines einzigen großen musikalischen Opferfeuers und mit der höchsten reinsten Leuchtkraft, welche die Musik kennt.
Alle Flammen durchstrahlen sich golden, so wie eine einzige Flamme sich unendlich vielgestaltig selbst durchdringt, und vermitteln dabei dem hellwachen Verstande des Musikhörers das vollständige Bild der musikalischen Wirklichkeit.
Und während die wärmenden Gluten dieses höchsten Musikopfers in unendlichem Fluß ineinander aufgehen, streben sie von der Einheit in seligem Reigen immer wieder zur Einheit.
Dabei erwärmen sie in wunderbarer vielfältiger Weise die Fülle des Gefühls.
Doch das vollständige musikalische Erleben und diese ganze musikalische Zauberwelt ist in der Harmonie von den allmächtigen und allwirkenden Kräften einer neuen, unbegrenzten Welt jenseits von Raum und Zeit durchdrungen, die jetzt der Musikliebhaber ganz spontan in sich selbst lokalisiert.
Eindringend in den unendlichen Raum der Harmonie, erkennt der Hörer schließlich jenseits von Raum und Zeit ein unbegrenztes Miteinander- und Ineinanderströmen ewiger erfüllter Lebenswege er erkennt die Natur der Harmonie.
Für sich selbst macht er dabei die Erfahrung der reinen Selbsterkenntnis.
Im Bereich seiner reinen Selbsterkenntnis angekommen, wird der Musikhörer zum Musikschaffenden, denn die Funktion der reinen Selbsterkenntnis beginnt sofort, seine individuellen Schaffenskräfte mit der Macht des Unendlichen zu bewegen.
So quellen jetzt aus dem Innern des neuen Tonschöpfers in bunter Folge die Sequenzen, die Motive und die Töne und beleben nun sein eigenes neues Reich der Musik.
Diese absolute Musikwelt der Harmonie wird ordnend zusammengehalten durch den überirdischen Lebenshauch, durch den kosmischen Atem, welcher alle wirkliche Musik wie ein Urwind durchweht und von innen als die Seele der Tonkunst am Leben erhält.
Und der Musikliebhaber erkennt diesen kosmischen Lebenshauch als seinen eigenen inneren Atem.