Musikalische
Ausbildung des
Menschen in der
Wahrheit
Einheit von
absoluter und
relativer musikalischer Wirklichkeits-
erkenntnis
Der Blick aus der
absoluten Welt
der Tonkunst
in den relativen
Musikprozeß
Unwirkliche musikalische Erinnerungen
Die Harmonie ist das Endziel der musikalischen Wissensgewinnung, die letzte Erkenntnis der Musik.
Die Harmonie vermag es, den Menschen in der Wahrheit auszubilden und ihm zu offenbaren, daß Musik in ihrer Reinheit nichts anderes ist als das Leben selbst, so, wie es naturgemäß auf der Ebene der reinen Selbstbewußtheit gelebt wird.
Erst die Harmonie eröffnet dem nach musikalischer Erkenntnis strebenden Hörer die tatsächliche Beziehung der absoluten Musik zu den relativen musikalischen Kräftefeldern als ihrem begrenzten Ausdruck.
Dabei begründet sich die Erkenntnis der Harmonie auf die Wahrnehmung der vollkommenen Grundschwingung der absoluten Tonsubstanz, jener kosmischen Schwingung, welche einerseits die absolute Musikwelt der Harmonie mit den relativen Musikwelten der Sequenzen, der Motive und des musikalischen Tonraums verbindet und zusammenhält, welche andererseits aber auch aus der unendlichen Fülle der Harmonie jenseits von Raum und Zeit die Fülle des relativen Musikgeschehens diesseits von Raum und Zeit hervorbringt und in das Kleid der unterschiedlichen musikalischen Erkenntnisfelder umwandelt.
Im Zustand reiner Selbstbewußtheit, vom absoluten Musikfeld der Harmonie aus in den relativen Musikprozeß hineinblickend, erkennt der kreative Musikhörer, daß dieses ganze begrenzte Musikgeschehen, jene Musikwelten der Sequenzen, der Motive und des musikalischen Tonraums, gar nicht so real existieren wie die absolute Musik im unendlichen Kräftefeld der Harmonie.
Als der Hörer nun aus der Welt der Harmonie hinausblickt in die musikalischen Kräftefelder der Sequenzen, Motive und Töne, da wird er an seine Erfahrungen auf seinem früheren relativen Erkenntnisweg erinnert.
Die den musikalischen Tonraum von innen beherrschende Motivwelt war damals auch nicht wirklich für ihn greifbar vorhanden.
Und die den Motiven zugrundeliegende, diese von innen beherrschende Sequenzwelt war auch nicht wirklich für ihn erfaßbar gewesen.
Dennoch folgerte er ihr Vorhandensein aus den Wirkungen, welche die Motive und die Sequenzen im musikalischen Tonraum hervorbrachten.